...
Skip to content

Länder und Kommunen: Stelzer fordert mehr Geld vom Bund

    Länder und Kommunen: Stelzer fordert mehr Geld vom Bund

    In Diskussionen um Stabilitätsvereinbarungen und die Aufgabenteilung zwischen den Gebietskörperschaften plädiert der Oberösterreichische Landeshauptmann für eine Umverteilung der Einnahmen vom Bund auf die Länder und Gemeinden. „Geld ist genug da“, es brauche aber eine bessere Organisation, erklärte er am Sonntag in der ORF-„Pressestunde“.

    Hinterlassen Sie eine Anzeige

    Stelzer kritisierte, dass Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) in der vorherigen Runde der Stabilitätsvereinbarungen keine Zugeständnisse gemacht habe, „in dem Maße, wie wir es hätten tun sollen“. Ändert sich die Funktionsverteilung, müssen entsprechende finanzielle Möglichkeiten hinzukommen. Er warf dem Minister außerdem vor, dass 86 bis 87 Prozent der Schulden zu Lasten des Bundes gehen. Vor diesem Hintergrund „sollte man sich Krokodilstränen ersparen“, sagte er zu der jüngsten Kritik an Ländern und Kommunen beim Schuldenabbau aufgrund unzureichender Schuldenreduzierung.

    Eine klare Kritik am Finanzministerium

    Bei den Stabilitätspakten lägen Bund und Länder noch weit auseinander, bestätigte der Landeshauptmann. Das Finanzministerium diskutierte mit der Bedingung, dass der Bund 90 Prozent der Schuldensumme übernehmen würde. Länder und Kommunen wollen davon nur rund 70 Prozent bereitstellen. Stelzer erinnert daran, dass gleichzeitig die Ausgaben für Gesundheit, Pflege, soziale Dienste und Kindergärten dynamisch steigen und sich der Bund aus Regionalzügen, aber auch aus Kultur und Sport zurückziehe. „Dieser dreistufige Ansatz kann nicht funktionieren“, beteuerte er.

    Stelzer war nicht grundsätzlich gegen einen Vorschlag der Salzburger Landeshauptfrau Caroline Edtstadtler (ÖVP), die Gesundheitsagenda vollständig dem Bund zu überlassen, die Bildung jedoch vollständig den Ländern zu überlassen. Er ist auch bereit, große Schritte zu gehen, aber zunächst muss man sich überlegen, was man mit einer solchen Verbesserung wirklich erreichen möchte.

    Gegen eine Rückkehr zum kalten Fortschritt

    Der oberösterreichische Landeshauptmann äußerte sich gegen die Idee, die Kaltprogression zur Generierung zusätzlicher Steuereinnahmen abzuschaffen. „Ich habe nicht die Absicht, die großen Schritte der letzten Periode rückgängig zu machen“, versicherte er. Auch hohe Grundsteuern lehnte er ab.

    Auf die Frage nach seiner persönlichen Zukunft beharrte Stelzer darauf, dass er beabsichtige, auch nach der Landtagswahl 2027 und für eine zweite Amtszeit als Gouverneur des Bundesstaates tätig zu sein. Er beantwortete auch die Frage, ob er Interesse daran hätte, die Nachfolge von Alexander van der Bellen als Bundespräsident anzutreten. „Wir haben in der ÖVP noch keine Diskussion darüber geführt“, sagte er.

    Hinterlassen Sie eine Anzeige

    Source link

    SEE ALSO  Kann er spielen? HSV vor Gocholeishvilis Last-Minute-Entscheidung