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Langer Wehrdienst: Minister Bauer für maximal zwölf Monate Zivildienst

    Langer Wehrdienst: Minister Bauer für maximal zwölf Monate Zivildienst

    Die zuständige ÖVP-Ministerin Claudia Bauer (ehemals Plakolm) will die Zivildienstzeit – wenn überhaupt – nur begrenzt verlängern. „Ich denke, die Grenze sollte klar bei zwölf Monaten liegen“, sagte sie am Sonntag in der ORF-„Pressestunde“. Die Debatte um eine Wehrdienstverlängerung sei eine „wichtige Angelegenheit“, doch Unterschiede im Zivildienst müssten verhältnismäßig bleiben. Bauer will die Gültigkeit ehrenamtlicher Arbeit neu denken.

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    Die von Verteidigungsministerin Claudia Tanner (ÖVP) eingesetzte Wehrdienstkommission sprach sich am Dienstag für eine Ausweitung des Wehrdienstes aus, auch der Zivildienst solle weiterentwickelt werden. Es gebe einen verfassungsrechtlichen Unterschied zwischen den beiden Optionen, sagte Bauer. Dies betrifft beispielsweise Arbeitszeiten, Verpflegung und Bezahlung. Die Ministerin sagte jedoch, sie wolle den Wehrdienstbericht nicht auf mehrere Monate reduzieren; Das Ziel war „Militärdemokratie“.

    Die Jugend sollte nicht „Zeit absitzen“

    Baur betonte, es brauche sowohl Zivil- als auch Militärdienst. Deshalb wolle sie mit ihrem Parteikollegen Tanner „im Gleichschritt Reformen anstreben“. Junge Männer sollen dieses Mal nicht „aussitzen“, sondern wertvolle Erfahrungen und Fähigkeiten sammeln. Gemeinnützige Arbeit ist eine „Säule von Bedeutung“, beispielsweise im Gesundheitsbereich und in der Pflege. Auf diese Weise könnten auch mehr Männer in traditionell weibliche Berufsfelder vordringen.

    Auch bei der Anerkennung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) als gemeinnützige Arbeit kann sich Bauer Veränderungen vorstellen. Bei diesen Ersatzdiensten habe es in letzter Zeit einen „Wildwuchs“ gegeben. Es ist fraglich, welchen Wert ein Aufforstungsprojekt „für Österreich“ in Costa Rica hätte. Auch wenn Freiwilligenarbeit als persönliche Erfahrung wertvoll ist, sollte sie nicht mit Pflichtdienst verwechselt werden. Eine Gedenkfeier sollte auf jeden Fall weiterhin Anerkennung finden.

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    Insgesamt ist die Zahl der FSJ-Besucher in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Für Bauer ist ehrenamtliches Engagement eine große Chance für Frauen, für die Wehrpflicht sieht sie derzeit jedoch keine Mehrheit. Die Bedingung für Frauen „könnte auch als Gesundheitscheck interessant sein“.

    Ein Rückgang der Asylanträge

    Der Minister für Familie, Integration und Europa bewertete den Rückgang der Zahl der Asylanträge positiv. Das bedeute aber nicht, „dass die Integration gelingen wird“. In Österreich gibt es Menschen, die nicht integriert sind und nicht ausreichend Deutsch sprechen. Deshalb setzt die Bundesregierung auf verpflichtende Integrationsprogramme, Wertechartas und mögliche Strafen. Auch das Bildungssystem ist an seiner Kapazitätsgrenze angelangt.

    In der Familienpolitik will Bauer bessere Bedingungen für das Kinderkriegen schaffen, die Politik dürfe aber „nicht vereinnahmt“ werden. Auch die Entscheidung, ihren Nachnamen nach der Heirat zu ändern, bezeichnete sie als „äußerst persönlich“. Es handele sich um „keine absolute Aussage“, das müsse jeder für sich selbst entscheiden. Die Frage, ob er den ÖVP-Vorsitz übernehmen könne, stelle sich nicht, sagte der Minister.

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