Norwegen ist das Mutterland des Sports und der Holmenkollen-Kathedrale. An diesem Wochenende kommen in der skandinavischen Metropole alle zusammen, die sich auf zwei Skisprung- oder Langlaufbrettern einen Namen gemacht haben: Während die Skispringer am Samstag und Sonntag mit zwei Einzel-Weltcups in Oslo antreten, bestreiten die Langläufer am Sonntag ein 50-Kilometer-Skating-Rennen in Oslo. Weltcup-Winter mit jedem Gunderson-Wettkampf am Sonntag.
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Der Kombinations-Weltcup wurde in dieser Saison deutlich größer, es gab acht Stationen bei den Frauen und zehn bei den Männern, obwohl die Wettkämpfe in Schonach unter heißen Temperaturen litten. Österreich war gleich dreimal Gastgeber und glänzte insbesondere mit der gelungenen Weltpremiere der Kombinations-Asse am Kulm und auf der Skiflugschanze und wird definitiv Lust auf mehr machen. Aber wohin die Zukunft der Kombination gehen wird, wird sich in diesem Sommer entscheiden, wenn das IOC entscheidet, ob der Sport olympisch bleibt (und Frauen in die fünf Ringe aufgenommen werden) oder nicht.
Gruber als neuer Stern am Himmel
Aus rot-weiß-roter Sicht fällt das Fazit zum Saisonende durchaus positiv aus. Bei den Damen ist ein neuer Star aufgetaucht: Junioren-Weltmeisterin Katharina Gruber holte in Trondheim den ersten Sieg einer österreichischen Kombinationssportlerin. Neben dem sechsten Weltcup-Platz der 17-Jährigen zeigte Lisa Hirner erneut eine zuverlässige Leistung, auch wenn die großen Ausreißer fehlten. Vielleicht auch, weil sich die Frau aus Eisenerz aufgrund der Fahrt zu den Sonderspringern nicht zu 100 Prozent auf die Sache konzentrieren konnte.
Bei den Männern hat Johannes Lempert alles hinter sich gelassen. Nach dem Rücktritt von Jarl Magnus Reiber galt der Tiroler als logischer Nachfolger – und er wurde dieser Rolle voll gerecht. Siege im Kompakt-, Massenstart- und Gesamtweltcup sowie im Nationenpreis machten den 24-Jährigen („es war eine gewaltige Saison“) zum Helden dieses Winters. Einziger Wermutstropfen: Ein olympisches Goldtor blieb Lampeter bei den Spielen Mailand-Cortina verwehrt. In Oslo möchte Rumer auf jeden Fall noch einmal einen herausragenden Winter krönen: „Oslo fehlt immer noch in der Liste der Orte, an denen ich gewonnen habe. Wenn es mit einem Sieg am Holmenkollen klappt und ich dem König die Hand schütteln kann, wäre das wirklich großartig.“
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