Die Last des frühen Erfolgs ruhte lange Zeit auf den Schultern von Magdalena Egger. Sechs Goldmedaillen bei der Junioren-Weltmeisterschaft wirkten für den gebürtigen Vorarlberger nicht als Antrieb, sondern als Zäsur in der Weiterentwicklung des Sports. Denn die Erfolge 2020 und 2022 waren keine Sprünge an die WM-Spitze, sondern teilweise Hilflosigkeit. Damals fehlte ihrer Tempodisziplin noch die Konstanz, um im Europacup Fuß zu fassen und den nächsten Schritt zu machen. Das Schnelligkeitstraining blieb oft auf der Strecke, da Egger zu dieser Zeit noch in allen Disziplinen an Wettkämpfen teilnahm.
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Ihr Ruf als außergewöhnliches Talent eilte ihr voraus und mit ihm die Erwartungen vieler. Lange Zeit kam der gebürtige Vorarlberger nur zu sporadischen Einsätzen im Weltcup; Der 18. Platz in der Kvitfjell-Abfahrt im letzten Jahr war einer der emotionalsten. „Deshalb bin ich ohne Erwartungen nach St. Moritz gefahren“, sagte Egger in Zauchensee. Der 24-Jährige kam ohne Erwartungen zum Speed-Auftakt und ging dann in der Abfahrt erneut mit einem Weltcup-Podium nach Hause. Mit dem zweiten Platz im ersten Saisonrennen überraschte sie sich nicht nur selbst. „Ich hatte im Nachhinein nicht wirklich Zeit, darüber nachzudenken, weil es direkt nach Val d’Isère ging und ich dort noch nie gefahren bin. Deshalb habe ich mich zu Hause mit Fernsehbildern darauf vorbereitet.“
Die Olympischen Spiele stehen vor der Tür
In der ersten längeren Pause wurde Egger klar, was er in St. Moritz erreicht hatte. „So richtig bewusst wurde es mir erst, als ich durch das Dorf lief und mit Leuten darüber sprach.“ Lachs junge Frau erklärt die Leistungsexplosion mit ihrem neu entdeckten Fokus auf die Geschwindigkeitsdisziplinen Abfahrt und Super-G. Sie erwartet auch etwas für das Zhouchensi-Wochenende – auch wenn die Erwartungen erhöht wurden. „Meine Aufgabe in den freien Tagen bestand darin, mich darauf vorzubereiten und mich nicht von Erwartungen in die Quere kommen zu lassen, sondern voll und ganz auf mein Skifahren zu vertrauen. Ich möchte nicht darüber nachdenken, was passieren könnte, ich möchte einfach nur hier und jetzt sein.“
Gelingt dies, wird das Olympia-Ticket mit dem nächsten Spitzenplatz gebucht. „Während der Vorbereitung hatte ich gar nicht an Olympia gedacht und nach St. Moritz bin ich schon in einer Situation, in der man das Ganze realistisch angehen kann. Ich kann nur mein Bestes geben, um es in Ordnung zu bringen.“
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