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Mailand Cortina 2026: Rückkehr der Winterspiele auf dem „alten Kontinent“.

    Mailand Cortina 2026: Rückkehr der Winterspiele auf dem „alten Kontinent“.

    Nach 20 Jahren finden die Olympischen Winterspiele also wieder in (Mittel-)Europa statt – oder besser: zurück in Italien. Nach Turin 2006 wird unser südlicher Nachbar in weniger als einem Monat erneut Gastgeber der Winterspiele sein, die vom 6. bis 22. Februar stattfinden. Oder besser: Die Austragungsorte dieser Spiele sind über Norditalien verteilt, was in gewisser Weise einen Zeitsprung in Bezug auf die Rückkehr auf den „alten Kontinent“ darstellt, in anderer Hinsicht aber etwas völlig Neues: die Winterspiele nach den neuen Richtlinien des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die lauten: Wir entscheiden nicht mehr, was notwendig ist, wir nehmen, was wir bekommen. Und das bedeutet in diesem Fall vor allem eine lange Liste verschiedener Austragungsorte: Neben Mailand (Eiswettbewerbe) und Cortina d’Ampezzo (Ski alpin für Frauen, Bob, Rodeln, Skeleton, Curling), die den Sportarten ihren Namen geben, gibt es Predazzo/Val de Fiume (Ski alpin für Männer) und Borski. Es gibt auch Veranstaltungen für (Männer). Bergsteigen), Livigno (Snowboarden, Freeski), Antholz (Biathlon) und insbesondere die Medaillenentscheidungen fanden ebenfalls in der weltberühmten Open-Air-Arena Verona statt (Abschlussfeier). Bei den Paralympics, die vom 6. bis 15. März stattfinden, finden Wettkämpfe „nur“ in Mailand, Cortina und Val di Fiumi statt.

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    Mailand/Cortina stellt damit eine endgültige Abkehr vom Wunsch dar, die Winterspiele möglichst zentral auszurichten. Ein Konzept, das mit der ersten Bewerbung Salzburgs für die Spiele 2010 und Österreichs auch für die Spiele 2014 zwar salonfähig wurde, damals aber noch als seiner Zeit voraus galt; Das IOC sah damals viele Märkte, die sich noch in der Entwicklung befanden. Nach den Spielen in Vancouver 2010, Sotschi 2014, PyeongChang 2018 und Peking 2022 sind diese nun offenbar vorbei. In Europa hingegen gab es kaum eine Mehrheit für die Winterspiele; Zu groß erschien das Missverhältnis zwischen Kosten und Nutzen, zu entsetzlich erschien die Menge an Geld, die in „Entwicklungsmärkte“ gesteckt wurde, um ganze Skiberge zu entwickeln. Natürlich geht es auch in Italien nicht ohne Investitionen. Rund 3,5 Milliarden Euro sollen es sein, allerdings floss nur ein Bruchteil davon in den Bau neuer Sportanlagen.

    Logischerweise bedeutete dies auch den Abschied von dem Konzept, Sportler aus aller Welt zu treffen – im Olympischen Dorf. Denn statt eines Dorfes gibt es bei diesen Spielen sechs dieser Spiele, statt eines großen Aufmarsches der teilnehmenden Nationen, diesmal im berühmten Fußballstadion San Siro, gibt es parallel zur Eröffnungsfeier in einem anderen „Cluster“ parallele Feierlichkeiten, sozusagen „virtuell“ gemischt für die TV-Zuschauer. Aus rein logistischer Sicht wäre es schwer vorstellbar, sechs Stunden zu verschiedenen anderen Orten zu fahren, um am nächsten Tag möglicherweise um eine olympische Medaille zu kämpfen. Fazit: Diese Spiele werden einigermaßen modular gespielt; Ein Wechsel zwischen einzelnen Clustern zur Vermeidung von Umweltbelastungen ist nicht wirklich wünschenswert und wird selten unterstützt. Wenn die Olympiamannschaft an den Austragungsorten volle Priorität hätte, würde der individuelle Autoverkehr, insbesondere in den Bergaustragungsorten oder in Cortina, wahrscheinlich praktisch zum Erliegen kommen. Wie sich der Verkehr beispielsweise im Pustertal entwickeln wird, wo mehrere „Umgehungstunnel“ auf kurvigen Straßen von verschiedenen Standorten aus nicht fertiggestellt werden können, bleibt abzuwarten. Sie werden improvisieren, beispielsweise bei der Erstellung des einen oder anderen Systems.

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    Es grenzt fast an ein Klischee, dass man in Italien genau drei Tage (!) vor dem ersten Spiel des Olympischen Frauen-Eishockeyturniers an der Fertigstellung der „Milano Santagiulia Ice Hockey Arena“ arbeitet. Die Bob- und Rodelbahn in Cortina war längst fertiggestellt und es gab einen fast endlosen Kampf darum. Wenn in Cortina keine neue Eisenbahn gebaut wurde, entschied Österreich seine Position auch mit einer Eisenbahn in Innsbruck-Eigles. Es kam anders: Statt nach Tirol zu gehen (wo die Strecke zwischenzeitlich renoviert wurde, aber so schlecht konzipiert war, dass die Rodler nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen konnten), wurde eine neue Strecke in St. Moritz oder Lake Placid, Cortina gebaut – genau dort, wo die Strecke 1956 bis zu ihrem Verblassen gebaut wurde. Doch entgegen allen Prognosen wurde diese Bahn in Rekordzeit für rund 85 Millionen Euro gebaut und erfolgreich getestet.

    Bleiben wir in Cortina: Hier erlebte Österreich in Person von Tony Seiler nach dem Zweiten Weltkrieg 1956 eine Art „Wiedergeburt des Selbstbewusstseins“. Durch Sailors drei Goldmedaillen fand das gerade unabhängig gewordene Land wieder Stolz auf die eigene Nation. Italiens Spiele waren sowohl 1956 als auch 2006 erfolgreich. Turin ist immer noch die erfolgreichste Ausgabe der Winterspiele in der olympischen Geschichte Österreichs. Allein die alpinen Skifahrer gewannen 2006 fast 14 Medaillen, mit insgesamt 23 Medaillen (9 Gold-/7 Silber-/7 Bronzemedaillen), die erfolgreichsten Spiele aller Zeiten. Wären da nicht die Schatten der Dopingrazzien in den Quartieren der österreichischen Biathleten und Langläufer, die einen dunklen Schatten auf all ihre Erfolge werfen. Neben lebenslangen Olympiasperren für fünf Athleten und jahrelangen Dopingsperren des Ski- und Biathlonverbandes für insgesamt sechs Athleten kam es zu jahrelangen rechtlichen Konsequenzen. Ergebnis: 2012 wurden der damalige ÖSV-Präsident Peter Schroxnadel und fünf weitere freigesprochen.

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    Mit anderen Worten: Sie können die Spiele direkt vor Ihrer Haustür abwarten, schließlich sind es von Cillian nach Cortina d’Ampezzo nur 48 Kilometer. Angesichts der bisherigen Leistungen in diesem Winter kann man durchaus auf erfolgreiche Spiele für Österreich hoffen – und man muss sich darauf verlassen, dass es keine Skandale wie vor 20 Jahren geben wird.

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