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Mängel im Strafvollzug: Justizminister bildet Expertenkommission

    Mängel im Strafvollzug: Justizminister bildet Expertenkommission

    Ein psychisch kranker Insasse der Justizvollzugsanstalt Hirtenberg war am 3. Dezember des Vorjahres an Verletzungen gestorben, die er vermutlich vor dem Transport der Insassen erlitten hatte. Wie das Justizministerium am Montag mitteilte, wurde ein unabhängiges Expertengremium nach internationalen Standards zusammengestellt. Die Einzelheiten der Aufgaben der Kommission werden morgen, Dienstag, vorgestellt.

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    Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt ermittelt in dieser Angelegenheit derzeit gegen zwei Gefängniswärter. Unabhängig von den strafrechtlichen Ermittlungen liegen zwei Disziplinarbeschwerden gegen die beiden Beamten vor. Einer von ihnen ist derzeit vom Dienst suspendiert.

    Der Vorsitzende der Gefängniswärtergewerkschaft, Norbert Dürnberger, warnt vor einer medialen Befangenheit beschuldigter Beamter: „Es ist völlig inakzeptabel, dass die Integrität unserer Kollegen aufgrund von Spekulationen in großem Umfang geschädigt wird.“ Die Vorwürfe wirkten sich auch auf das private Umfeld der Beamten aus. Vor diesem Hintergrund forderte er Objektivität. „Vor Urteilen sollten die Untersuchungsergebnisse abgewartet werden“, sagte der Gewerkschafter.

    Union sieht jahrelanges politisches Scheitern

    Die Gewerkschaft stellte klar, dass die kritisierte Ausrüstung der Task Force die notwendige Selbstverteidigung darstelle und keine „Maskierung“ darstelle. In einem Umfeld, in dem die Aggression gegen zivile Mitarbeiter zunimmt, ist professionelle Ausrüstung für die Sicherheit der Mitarbeiter unerlässlich. „Forderungen nach dem Einsatz von Sedierung oder Ärzten in solch akuten Situationen gehen an der rechtlichen und praktischen Realität vor Ort vorbei“, heißt es erneut.

    Durnberger betonte, dass es Gründe für das jahrelange Versagen des Justizministeriums gebe. „Seit Jahren werden unsere Kollegen mit einer sehr komplexen Gruppe psychisch kranker Insassen allein gelassen, für die unser Gefängnissystem nicht ausgelegt ist. Unsere Forderungen nach mehr Plätzen in psychiatrischen Krankenhäusern oder dem Ausbau von Akutstationen haben bisher kein Gehör gefunden“, sagt Durnberger. „Aber es mangelt auch an Personal, um diesen Häftlingen eine sinnvolle Beschäftigung zu bieten. Die Verantwortung für systemische Mängel sollte jedenfalls nicht denen zugeschoben werden, die ihre Arbeit an vorderster Front verrichten.“

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