Seit der Einführung eines neuen automatisierten IT-Systems zur Grenzkontrolle in der Europäischen Union Mitte Oktober wurden mehr als 13,3 Millionen Ein- und Ausreisen registriert. Mit Hilfe des sogenannten Entry-Exit-Systems (EES) seien zudem rund 100 Fälle von Identitätsbetrug aufgedeckt worden, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Samstag. Bis Mitte Dezember (18. Dezember) wurden knapp 7.000 Einreiseverweigerungen registriert.
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Das Einreise-/Ausreisesystem wurde am 12. Oktober eingeführt und ist an zahlreichen Flughäfen in Europa im Einsatz, darunter am Flughafen Wien-Schwechat, an den Flughäfen Charles-de-Gaulle und Orly in Paris, Frankfurt am Main, Berlin-Brandenburg, Düsseldorf, München, Mailand sowie an den Flughäfen Rovents und Rovents in Deutschland. Das System muss bis zum 10. April 2026 in allen EU-Mitgliedsstaaten vollständig umgesetzt sein.
Beginnt bei Überschreitung der Aufenthaltsdauer
Mit einem automatisierten IT-System werden Touristen aus Drittstaaten, die sich für einen kurzen Zeitraum von bis zu 90 Tagen im Schengen-Raum aufhalten möchten, bei der Ein- und Ausreise an der Schengen-Außengrenze erfasst. Der Zweck des EES besteht darin, bei der Erkennung von Personen zu helfen, die ihre Aufenthaltserlaubnis überschreiten. Das System zielt auch darauf ab, Identitätsbetrug zu bekämpfen und illegale Migration zu verhindern. Das automatisierte System erfordert, dass Reisende ihre Reisepässe an der Grenze scannen; Darüber hinaus werden ihre Fingerabdrücke erfasst und fotografiert. Laut Geschäftsführer Günther Offner wurden 16 Millionen Euro in 52 Selbstbedienungssysteme und 72 Grenzkontrollkabinen zur Vorregistrierung am Flughafen Wien investiert.
Bruner: Das digitale Rückgrat der Migrationsreform
EU-Kommissar Magnus Brunner sagte in einer Erklärung: „Das Einreise- und Ausreisesystem ist das digitale Rückgrat unserer Migrationsreform.“ Es bringt moderne Technik an die EU-Außengrenzen, verhindert Einreisen mit gefälschten Dokumenten oder falschen Identitäten und unterstützt Grenzbehörden bei ihrer Arbeit. „So wissen wir, wer aus Drittstaaten kommt, wann diese Menschen nach Europa einreisen und wann sie die EU wieder verlassen.“ Drittstaatsangehörige ohne gültige Einreisedokumente würden mit dem nächsten Flug zurück in ihr Heimatland befördert, fügte der Sprecher hinzu.
Das Einreise-Ausreise-System in Österreich sei bereits im Oktober 2025 schrittweise in Betrieb genommen worden, teilte das Innenministerium am Samstag unter Berufung auf die Flughäfen Wien-Schwechat, Graz, Linz, Innsbruck und Salzburg mit. „Das Einreise-Ausreise-System ist ein wichtiger Beitrag zur europäischen Migrationswende“, sagte Innenminister Gerhard Kerner (ÖVP). Allein am Flughafen Wien-Schwechat waren in den letzten Jahren mehr als 200 Grenzschutzbeamte beim Stadtpolizeikommando Schwechat für die EES im Einsatz. Laut Vorstand Günther Offner wurden 16 Millionen Euro in 52 Selbstbedienungssysteme und 72 Grenzkontrollkabinen zur Voranmeldung investiert.
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