Vor dem Sieg des HSV gegen Union Berlin griff Trainer Merlin Polzin in der Kabine in seine Trickkiste. Foto: WITTERS
Mit diesem Geheimtrick begeisterte Polzin den HSV für das Union-Spiel
Außergewöhnliche Spiele erfordern oft besondere Maßnahmen. So auch am Samstag im Volkspark beim 3:2-Sieg gegen Union Berlin. Es war das 1.887. Bundesligaspiel des HSV. Die besondere Zahl – das Gründungsjahr des HSV – wurde auf der Tribüne mit toller Choreografie gefeiert. Und Trainer Merlin Polzin nahm das Spiel auch zum Anlass für einen bisher noch nicht dagewesenen Schachzug.
Der Aufwand und die Vorbereitung, die nötig sind, um in einzelnen Spielen Erfolge zu erzielen, waren beim HSV wohl noch nie so groß wie unter dem aktuellen Trainerstab. Jeder Gegner wird gründlich vorbereitet, Schwächen und Stärken werden detailliert analysiert und ein passender Matchplan entwickelt. Ab und zu nutzen wir unsere Trickkiste auch abseits des Spielfeldes.
So hingen vor dem Nordderby gegen Bremen Plakate, die Werder-Fans zuvor als Provokation in der Stadt verteilt hatten, in der Kabine des HSV. Das gab dem Team zusätzliche Motivation. Auch in der Hamburger Kabine gab es vor dem Heimspiel gegen Union Veränderungen – diesmal handelte es sich um einen „Papiertrick“.
Polzin-Trick: HSV-Mitarbeiter schreiben Notizen an Profis
Das Bundesligaspiel 1887 wurde genutzt, um die Größe, den Zusammenhalt und die Einzigartigkeit des Vereins noch einmal hervorzuheben – und den Spielern dies bewusst zu machen. Am Mittwoch vor dem Union-Spiel waren alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle in den Mixed-Bereich des Volksparkstadions eingeladen. Dort konnten sie auf kleinen Zetteln Botschaften an die Fachkräfte schreiben.
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Für jeden Spieler wurden mehrere Nachrichten gesammelt. Der gesamte Kabinenflügel wurde mit den Noten geschmückt. Polzin machte die Sondermaßnahme erst nach dem Spiel öffentlich. Die Aktion dürfte zumindest einen kleinen Teil zum Erfolg beigetragen haben – nicht auf sportlicher Ebene, sondern auf emotionaler Ebene. Auch für den HSV ist das ein wichtiger Faktor, der sicherlich auch in Zukunft weiter zum Einsatz kommen wird.
