Ein geschwollenes Knie im Sommer 2024 war für Laura Krumbock der Beginn allen Übels. „Nach dem Trainingslager war mein rechtes Knie geschwollen, deshalb haben wir ein MRT gemacht“, sagt der 26-Jährige. „Es wurde ein Knorpelbruch entdeckt und eine Arthroskopie angeordnet.“ Tatsächlich wollten sie nicht nur den beschädigten Knorpel des Angreifers sehen, sondern fanden auch ein nicht intaktes Kreuzband und einen beschädigten Meniskus. All dies musste chirurgisch behandelt werden. „Es war meine fünfte Operation am rechten Knie“, sagt Krumbok, der sich zuvor eine Kreuzbandverletzung zugezogen hatte.
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Danach folgte eine lange Leidenszeit. 18 Monate lang konnte sie ihre SK Sturm-Mitspielerinnen nur als Zuschauer unterstützen. „Ich habe viel trainiert und war im ständigen Kontakt mit den Mädels“, sagt die Niederösterreicherin. „Aber natürlich ist es manchmal ganz schlimm, wenn man das Gefühl hat, dass nichts los ist.“ Etwa neun Monate nach seinem Eingriff durfte Krumbok erst wieder mit dem Laufen beginnen. „Natürlich war ich im Fitnessstudio und habe auf dem Rad gesessen. Aber es ist etwas anderes, wenn man auf dem Platz steht und zumindest Läufe zulässt.“ Positiv: „Am Wochenende, wenn die Mädchen zu Spielen unterwegs waren, bin ich oft mit meiner Familie nach Hause gegangen. Es war auch sehr wichtig, diese Unterstützung zu haben.“
Während ihrer Verletzungspause widmete sich Krumbok einem neuen Hobby. Er liebte die Fotografie. „Ich habe mir ein paar Dinge selbst beigebracht und dann als Fotograf für meine Teamkollegen gearbeitet. Bei mir hat es funktioniert.“ Ich wünschte, ich hätte keine Zeit zum Fotografieren. Denn: „Ich will wieder komplett fit sein, das steht ganz oben auf der Prioritätenliste.“ Der Offensivspieler feierte kürzlich seine Rückkehr in ein Trainingslager in Kroatien und krönte diese mit einem Tor. „Es waren nur 20 Minuten, aber es hat wirklich gut getan, wieder loszulegen.“ Das scheinbare Ziel des Rückkehrers? „Ich persönlich möchte wieder das Niveau erreichen, das ich vor der Verletzung hatte. Ich möchte jeden Moment genießen.“ Mit dem Sturm strebt er zudem einen internationalen Startplatz an und strebt den Einzug ins Finale im Pokal an. „Und dann ist in einem Spiel alles möglich.“ Mit dem Titel wird Krumbok nicht nur etwas Historisches erreichen – es wird Sturms erster Frauentitel sein –, sondern auch mit einer ehemaligen Teamkollegin gleichziehen. Stürmerprofi Emmanuel Ivu gewann letzte Saison die Herrenmeisterschaft und Krumbok und Ivu spielten einst gemeinsam in den Jugendmannschaften von St. Pölten.
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