Ein Streit, der Nikolai Remberg teuer zu stehen kam. Der HSV-Profi streitet mit Karim Adeyemi. Foto: IMAGO/Eibner
Nach Ärger mit BVB-Star Adeyemi: Bittere Sperre für HSV-Profi Remberg!
Tatsächlich war klar, dass dies irgendwann in dieser Saison wieder passieren würde. Doch die Art und Weise, wie Nikolaj Remberg beim 2:3-Sieg in Dortmund seine zweite Gelbe Karte der Saison erhielt, war seltsam. In der Pause erhielt der Mittelfeldspieler des HSV seine zehnte Gelbe Karte in dieser Saison und wird nach der Länderspielpause das entscheidende Heimspiel seines Vereins gegen Augsburg (4. April) verpassen. Weil er seinen „besonderen“ Freund Karim Adeyemi traf.
Rembergs denkwürdige Entfernung der Gelben Karte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff ereignete sich die Szene, die Schiedsrichter Matthias Johlenbeck kurz darauf ahndete. Als alle Spieler bereits in die Umkleidekabine eilten, rief der Schiedsrichter Remberg und Adeyemi an und zeigte ihnen eine gelbe Karte. Aber was war passiert?
Remberg führte hitzige Diskussionen mit Adeyemi
Nachdem Adeyemi William Mikelbrencis nach einem Zweikampf geschubst hatte, kam Remberg seinem Kollegen zu Hilfe und bedrängte den BVB-Stürmer. „Das Spiel war schon vorbei und Adeyemi war wieder voll im Einsatz“, sagte der HSV-Profi. „Ich halte es nicht für angemessen, von hinten zu drängen, wenn der Schlusspfiff schon ertönt ist. Deshalb bin ich dorthin gegangen. Da geht leider keiner von uns hin, das muss ich immer machen…“
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Ausgerechnet die Begegnung mit Adeyemi wurde Remberg zum Verhängnis. Vor einigen Wochen betonte der HSV-Profi, dass die beiden auf dem Platz ein besonders hitziges Verhältnis zueinander hätten – mit reichlich Blödsinn.
Remberg wird im Spiel XV gegen Augsburg fehlen
Für Jollenbeck war Rembergs Engagement eine zu gute Sache. Schon zur Halbzeit wusste der Hamburger, dass er nach der Länderspielpause noch etwas länger pausieren muss. „Es ist bittersüß, weil ich dort nicht aggressiv vorgegangen bin“, fasste er die Szene zusammen, die zum Verbot führte. „Aber irgendwann würde es sowieso passieren.“
Am Ende endete ein Abend, der für Remberg und den HSV enttäuschend endete. „Wenn man in Dortmund 2:0 führt und dann verliert, ist das bittersüß“, sagte der 25-Jährige. „Aber ich bin trotzdem stolz. Wenn Dortmund uns an der Eckfahne im eigenen Stadion spielt, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass wir es gut gemacht haben.“
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Der HSV hat nichts mitgenommen, was gegen Augsburg folgen wird. Ohne Remberg. Aber er machte seinen Mitspielern Mut: „Wir müssen darüber hinwegkommen, dass wir gegen einen Champions-League-Anwärter vorne lagen – und diese Stärke mit in die letzten Spiele nehmen. Aber wir müssen auch im Strafraum schlauer sein. Drei Elfmeter in einem Spiel sind einfach zu viel …“
