Fans des VfB Lübeck zündeten beim Spiel gegen die U21 des HSV jede Menge Pyrotechnik. Darüber hinaus kam es zu unangenehmen Szenen. Foto: imago/Susanne Hübner
Nach Schlägerei zwischen HSV und Lübeck Ultras: Jetzt reagiert der VfB
Die Reaktionen waren heftig und die Überraschung groß, als es am vergangenen Freitag zu einer Schlägerei zwischen den Ultras des HSV und des VfB Lübeck kam. Einige der eigentlich eng befreundeten Fans lieferten sich am Rande des Regionalligaspiels in Lohmühle eine wilde Schlägerei, an der Berichten zufolge rund 50 Personen beteiligt waren. Während die Polizei weiter ermittelt, hat der VfB Lübeck bereits erstmals Stellung bezogen.
Mit einem möglichen Ende einer langjährigen Fanfreundschaft hatten die Vorfälle nichts zu tun. Stattdessen sollen Mitglieder der HSV-Ultragruppe „Castaways“ und Teile des „UKL“ (Ultrakollektiv Lübeck) gemeinsam gegen Mitglieder der VfB-„Schurken“ vorgegangen sein. Der Grund: Den „Bösewichten“ wurden rechtsextreme Gesinnungen nachgesagt und sie sollen auch zwei Wochen zuvor in Hannover die HSV-Ultras geschlagen haben. Die Lübecker Vorfälle wurden daher als möglicher Racheakt eingestuft. Sechs Menschen wurden leicht verletzt.
Der VfB Lübeck hat sich von den Vorfällen distanziert
Mit ein paar Tagen Verspätung bezog der VfB Stellung. „Für uns ist es nicht akzeptabel, dass uninteressierte Fans zu Schaden kommen, das Stadionerlebnis gestört wird oder sich Besucher in und um die Lohmühle nicht sicher fühlen können“, erklärte der Regionalligist. „Der Besuch eines Fußballspiels sollte für alle Teilnehmer jederzeit sicher und friedlich sein.“ Und mehr: „Der VfB Lübeck distanziert sich ausdrücklich von jeglicher Form von Gewalt.“
Die Polizei hat bereits angekündigt, dass die Ermittlungen aufgrund der großen Anzahl beteiligter Personen voraussichtlich länger dauern werden. Noch schlimmere Ereignisse konnten am Tatabend abgewendet werden, da Beamte und Rettungsdienste schnell vor Ort waren.
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Nun warten wir gespannt darauf, wie die „Bösewichte“ auf den Vorfall reagieren werden. Die Gruppe ist auch unter anderen Ultra-Gruppen in Lübeck stark umstritten.
