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Nationalrat: Nur die Grünen und die SPÖ wollen eine Erbschaftssteuer

    Nationalrat: Nur die Grünen und die SPÖ wollen eine Erbschaftssteuer

    Die Grünen haben mit einem „Eilantrag“ im Nationalrat eine Erbschaftssteuer gefordert. Diejenigen, die am seltensten etwas beisteuern, identifizierte Parteichefin Leonor Gievesler als „enormes Ungleichgewicht“. Eine sofortige Ablehnung kam von FPÖ, ÖVP und Neos. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) sprach sich dagegen für eine „Erbschaftssteuer“ aus, die noch in dieser Legislaturperiode in Kraft treten solle. Er forderte eine sachliche Debatte.

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    Der reichste Prozentsatz der Haushalte besitzt mehr als 40 Prozent des Nettovermögens, sagte Givesler. Selbst ein Prozent der Erben werde von der Erbschaftssteuer nicht betroffen sein, heißt es in der Petition. Die Grünen forderten zuvor eine Erbschaftssteuer ab einer Million Euro; bzw. ab 1,5 Millionen Euro bei Eigennutzung der Immobilie. Dies könnte 1,5 bis 2 Milliarden Euro pro Jahr einbringen.

    Grüne und SPÖ für neue Steuern

    Im Nationalrat beklagte Gievesler, dass die Menschen zunehmend nicht mehr in der Lage seien, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Gleichzeitig sei Österreich eines der wenigen Länder, in denen man „Millionen auf einmal erben und nichts verschenken“ könne. Erbschaftssteuergelder können zur Steuererleichterung am Arbeitsplatz oder zur Finanzierung von Kindergärten verwendet werden.

    Besonders kritisch äußerte sich der Grünen-Chef zur SPÖ, die im Vorfeld der letzten Nationalratswahl Vermögens- und Erbschaftssteuern forderte. Jetzt – in der Regierung – müssten die Sozialdemokraten dafür kämpfen, appellierte sie. Auch Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) sprach sich für eine „Erbschaftssteuer auf Millionen“ aus. Das Argument, dass es sich bei der Erbschaftssteuer um eine Doppelbesteuerung handele, wollte er nicht gelten lassen. Schließlich kommt es auch für die arbeitende Bevölkerung zu einer Mehrfachbesteuerung, wenn sie bei Einkäufen mit bereits versteuertem Einkommen zusätzliche Steuern zahlt. Nach Ansicht des Finanzministers ist es in der Tat unbegründet, dass für Erben nicht gelten soll, was im Alltag üblich ist.

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    Der Finanzminister will eine sachliche Diskussion

    Eine Erbschaftssteuer wird in dieser Legislaturperiode nicht eingeführt, aber Marterbauer will weiter darüber reden. Er versucht, die Debatte zu „objektivieren“ und plädiert für eine Abwägung der Argumente. Er äußerte den Wunsch, dass die Parteien „in jeden Club kommen und diese Frage besprechen“. Ein millionenschweres „Großmuttershaus“ wird jedenfalls nicht von der Erbschaftssteuer erfasst; Und auch für Unternehmensübertragungen wird es eine Ausnahme geben.

    Von anderen Parteien gab es eine klare Absage. Sich gegen Erbschafts- und Vermögenssteuern auszusprechen, gehöre „zur DNA der ÖVP“, sagte Staatssekretär Alexander Proll (ÖVP). Für diese Legislaturperiode wurden Steuervorlagen abgelehnt. Darüber gibt es in der Regierung keine sinnvolle Diskussion. Österreich sei bereits ein Hochsteuerland, begründete Hubert Fuchs das „klare Nein“ der FPÖ. „Für das System dieses Landes ist es wichtig, dass wir langfristig Wohlstand schaffen“, sagte Markus Hofer (Neos), der sich ebenfalls gegen die neue Steuer aussprach.

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