Es wird eine Mehrheit geben. Dies steht bereits mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP fest. Es ist unklar, ob Daniel Fellner bei seiner Wahl zum Gouverneur des Staates überhaupt die eine oder andere Stimme der Opposition erhalten wird. FPÖ-Chef Erwin Engerer hatte bereits im Vorfeld angekündigt, nicht für Fellner zu stimmen. Er forderte Neuwahlen. Fellner wurde mit 22 von 34 Stimmen gewählt (ein ÖVP- und ein FPÖ-Abgeordneter waren erkrankt). Damit erhielt der neue Landeshauptmann alle Stimmen der SPÖ-ÖVP-Koalition sowie eine Stimme der Opposition.
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Wer hat die 22. Stimme bekommen?
„Ich glaube, er war einer der ranghöchsten Bürgermeister vom Team Kärnten bzw. der FPÖ. Es gab immer eine gute Zusammenarbeit mit ihm“, sagte Fellner im ORF-Interview. Die Stimme kommt von den Kärntner Bürgermeistern Gerhard Köffer oder Karl Markut, Levantaler wie Fellner oder den FPÖ-Bürgermeistern Dietmar Reuter, Josef Offner oder Michael Reiner.
Live aus dem Landtag des Kärntner Königreichs
Die Debatte fand in der aktuellen Stunde vor der Abstimmung im Landtag statt. Und das Kärnten-Team wählte „Ausbau der direkten Demokratie“ zum Thema des Tages. Die Partei von Gerhard Koffer forderte unter anderem eine gesetzliche Regelung für Landeshauptmannkonferenzen. Das ist zwar rechtlich irrelevant, aber politisch gesehen ist es ein Machtfaktor.
Familie in der ersten Reihe
Während sich die Parteien verbal erhitzten und über Formen der Demokratie debattierten, war die Tribüne im Landtag voll. Die Familie von Daniel Fellner ist dort, ebenso wie die beiden ehemaligen Gouverneure Peter Ambrozi und Peter Kaiser, Superintendent Andrea Mattioli und Bischof Joseph Marketz.
Am Mittwoch vereidigt
Offiziell Gouverneur des Bundesstaates wird Daniel Fellner übrigens erst am Mittwoch. Die Verfassung sieht vor, dass Landesgouverneure vom Bundespräsidenten vereidigt werden. Auch Marika Läger-Pollinger (SPÖ) wurde am Dienstag vom Landtag zur Landesrätin gewählt. Aufgrund ihres Wechsels in die Landesregierung musste das Amt der dritten Landtagspräsidentin neu gewählt werden. Nachfolger von Lager-Pollinger wurde Günter Leikam (SPÖ).
Zwei weitere Personalwechsel stehen heute noch aus: Marika Leger-Pollinger wird vom Landtag in die Landesregierung wechseln und den fünften roten Sitz am Regierungstisch einnehmen. Christina Paterer-Bergställer wird ihn im Landtag vertreten. Ihr Ehemann ist übrigens der Obmann des neuen SPÖ-Klubs, Luca Bergstaller.
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