Daniel Hammetsberger ist am Donnerstag beim zweiten Training für die Olympia-Abfahrt in Bormio gestürzt. Der 34-Jährige drehte sich um, berührte den Torpfosten, verlor seinen Helm und prallte anschließend gegen den Schutzzaun. Allerdings kam der Oberösterreicher mit leichten Verletzungen im Gesicht und Prellungen am Körper relativ unversehrt davon. „Es sollte nichts Schlimmeres geben“, stellte er bei der Kündigung klar. Am schnellsten im Sonnenlicht waren die italienischen Mattea-Fälle.
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„Es macht mir nichts aus“
„Gott sei Dank war ich nicht weg, ich habe den ganzen Herbst live gesehen und weiß alles“, sagte Hammetsberger. Der Einschlag bei hoher Geschwindigkeit im Tor sei „furchtbar“ gewesen. „Es hat mich ziemlich umgehauen.“ Es kann vorkommen, dass Sie Ihren Helm verlieren. „Es stört mich nicht, ich kritisiere niemanden.“ Zum ersten Mal in seiner Karriere sei der Airbag ausgelöst worden, erzählt der Stand-up-Mann mit bemerkenswerter Ruhe. „Das wollte ich nie erleben, aber es hat geklappt. Es hat mein rechtes Bein ein wenig gebeugt, aber auf dem Weg nach unten war das kein Problem und ich konnte darauf aufsteigen“, sagte Hammetsberger. „Es ist sowieso kaputt.“
Es gab auch andere Probleme. Vor weiteren medizinischen Untersuchungen klagte er über „leichte Kopfschmerzen“ und hoffte, dass „die Schwellungen in seinen Augen verschwinden würden, weil ich im Moment nicht gut sehen kann.“ Er war sehr wütend über den Sturz. „Ich habe das Gleiche gemacht wie Kitzbühel. Man kann einmal einen Fehler machen, aber nicht zweimal. Dann ist man ein Idiot, das nervt mich wirklich.“
Positive Aussichten für Hammetsberger
Hammetsberger musste nicht ins Krankenhaus. Mannschaftsarzt Dr. Lucas Negrin gab am Abend nach weiteren Untersuchungen ein Update zum Gesundheitszustand. „Durch diesen heftigen Aufprall spürt er ein, zwei Teile seines Bewegungsapparates. Er ist in physiotherapeutischer Behandlung und braucht etwas Ruhe, aber aus heutiger Sicht spricht vom Samstag nichts gegen ihn.“ Laut Vincent Krichmeyer wirft dieser Sturz seinen engsten Landsmann nicht aus der Bahn. „Hamme ist ein Bulle. Jeder weiß, dass er gut zusammenpasst und gut zurückkommen wird.“
Kaum einer der Top-Favoriten gab sein Ticket für die Abreise am Samstag (11.30 Uhr/live ORF 1) bekannt. Case folgten weitere Italiener: Florian Schieder (+0,45 Sekunden) und Kitzbühel-Sieger Giovanni Franzoni (+0,87). Stefan Babinski (+1,74), Krichmeyer (1,83) und Rafael Haaser (+1,85) belegten 13 von elf Plätzen. Marco Odermatt und Franz von Allmann ließen es langsamer angehen.
Für Freitag ist eine dritte Trainingseinheit bestätigt. Allerdings winkt Regen oder Schnee. Schon vor dem Videostudium am Nachmittag, für das Krichmer nach eigenen Angaben etwa 45 Minuten aufgewendet hatte, wusste er: „Er muss sich im Vorfeld des Rennens auf jeden Fall verbessern.“
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