Für Jakob Mandelbauer ist der Traum vieler Sportler wahr geworden: Olympia. Damit war er die zweite Person, die an den Olympischen Spielen teilnahm, und der erste, der an den Winterspielen teilnahm. Nur Sepp Zielbauer, der bei den Olympischen Sommerspielen 1970 im Zehnkampf antrat, liegt vor ihm.
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Auch wenn das Rennen nicht ganz zu Mandelbauers Zufriedenheit verlief, empfingen ihn die Gemeinde Mürzuschlag und seine Angehörigen mit Begeisterung. Mit dabei waren auch der österreichische Bob-Nationaltrainer Wolfgang Stampfer und der ehemalige Bob-Olympiasieger von 1992, Harald Winkler, die sich mit aufmunternden und lobenden Worten an Jakob Mandelbauer wandten. Das gilt auch für Mandelbauers Eltern, die ihren Stolz kaum in Worte fassen können. „Ich weiß, dass der Satz ‚Dabei sein ist alles‘ nicht genug für dich ist, denn einfach nur da zu sein hat dir nie gereicht“, sagte ihre Mutter.
Vom Leichtathleten zum Bobpiloten
Murzuschlag fühlte sich ursprünglich in der Leichtathletik zu Hause, wechselte jedoch 2019 zum Bobsport und ist heute Heeressportler in Salzburg. Ab diesem Zeitpunkt standen intensives Training, Kraft- und Masseaufbau auf dem Programm. Und dann die gute Nachricht: Er und sein Team sollten an den Olympischen Spielen in Cortina d’Ampezzo teilnehmen. Bis kurz vor der Olympia-Qualifikation verlief die Saison „auf und ab“, wie Mandelbauer es beschreibt.
Auch für den 27-Jährigen aus Mürzuschlag verliefen seine ersten Olympischen Spiele anders als erhofft. Während seine Teamkollegen bereits Medaillen in alpinen Wettbewerben gewannen, musste er zwölf Tage auf den Start warten. Bei seinem ersten Start im Zweierbob belegte er gemeinsam mit Diane Nicholls-Bardy den 21. Platz. Dann kam der Schockmoment im Viererbob: ein Sturz in einer Kurve nach einem Fahrfehler. Die Folge war eine Verletzung der Halswirbelsäule – nichts weiter als ein Schock für die Teamkollegen.
Die Karriere ist noch nicht vorbei
Nun fragt man sich, was als nächstes für den 27-jährigen Sportler passieren wird. Wird es sich auf die Olympischen Spiele 2030 vorbereiten, die in den französischen Alpen stattfinden werden? Daran lässt er keinen Zweifel: „Ich denke, daran kann man nur wachsen. Der nächste Winter steht vor der Tür und bis zu den nächsten Winterspielen sind es noch vier Jahre.“ Im Grunde würde er an seiner Ausbildung nichts ändern; Es wird regelmäßig Verbesserungen im Bobsport geben.
„Das Training auf der Eisbahn wird erst im Oktober wieder beginnen, aber wir werden im Mai mit dem Sommertraining beginnen“, sagte Mandelbauer. Vom Verkleiden über den Besuch beim Bundespräsidenten bis zum gemeinsamen Zeitvertreib im Österreich-Haus – ein einzigartiges Erlebnis oder wie Jakob Mandelbauer es beschreibt: „Casual“.
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