„Haus Österreich“ entwickelte sich schnell zum perfekten Hotspot für diese Spiele, trotz seiner Lage im weit vom Zentrum entfernten Cortina. Auch wenn der „Oberösterreich-Abend“ am Donnerstagabend mit vier Medaillen – Gold und Bronze für Alexander Hamerle und Jakob Dusek in Livigno, Bronze für Connie Hutter und am späten Abend noch eine Silbermedaille in der Mannschaftsstaffel – nicht der bisher erfolgreichste Tag der Spiele war, zeigte sich Österreich durchaus stark. Denn nicht nur Connie Hutter war am Abend zu Gast, sondern auch der französische Silbermedaillengewinner Roman Miradoli und die spätere Olympiasiegerin Federica Brignone, die mit ihrem Team aus der „harten“ Casa Italia kam.
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Begeistert feierten die Italiener auch, als nach dem „offiziellen Teil des Abends“, bei dem Markus Achleitner, Landesrat von Oberösterreich, FIS-Geschäftsführer Urs Lehmann direkt zum Weltcuprennen seines Bundeslandes befragte und auch der ÖOC-Führung um Präsident Horst Nussbaumer und den Generalsekretär mitteilte, dass er beschlossen habe, den Fonds von Florian Gosch bei den neun Landesräten des Sportrates zu finanzieren. Das Österreich-Haus ist als fester Budgetpunkt für Großveranstaltungen über alle Partei- und Landesgrenzen hinweg angelegt.
Und dann wurde es, wie gesagt, besser. „DJ Instyle“, bekannt seit der WM, sorgte für Partymusik und selbst ein kurzer Stromausfall trübte die Stimmung nicht. Österreichs Skiteam beendete die Zeit mit einem „Kriegsruf“, dann gingen wieder Lichter und Musik an. Und Brignon wurde von seinem Team auf seinen Schultern zu DJ Ötzis „Sweet Caroline“ getragen.
Doch dann übernahmen die Rodler die Führung und beendeten ihren Teil der Spiele mit vier Medaillen in fünf Disziplinen. Und der Vorarlberger Thomas Stew hatte in einem ORF-Interview bereits angekündigt, was kommen würde: „Nach der Doppelmedaille habe ich gesagt, keine Zugpausen. Heute wird es überhaupt keine Zugpausen geben. Reden ist Schweigen, Silber ist Gold.“ Und nach einer mitreißenden Bühnenfeier gingen wir gegen 1 Uhr nachts zum DJ-Pult, wo Stu erst Muller die Hand schüttelte, dann kam es zu einem Wortwechsel und auch Stu verlor seine Haare.
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