Nach den Enttäuschungen in den Einzelbewerben bei der Olympia-Premiere des Skibergsteigens belegten Johanna Himmer und Paul Verbanjak am Samstag im Mixed-Finale den sechsten Platz. Den Österreichern fehlten nach zwei Staffelrunden in Bormio fast 40 Sekunden zu Bronze. Das favorisierte französische Duo Emilie Harrop/Thibault Anselmet sicherte sich ihr erstes olympisches Gold im neuen Format vor der Schweiz (+11,86 Sekunden) und Spanien (+29,50).
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Trotz der guten Stimmung im Zielbereich der berühmten Stilfser Joch-Piste hatten die beiden Österreicher nichts mit der Medaillenentscheidung zu tun. Die zweifache Mutter Heimer konnte nur in der Anfangsphase mit den Spitzenreitern mithalten und wurde Sechste, 21,1 Sekunden hinter Harrop, der einen extrem starken Start hinlegte. Das ÖOC-Duo hielt seine Position bis zum Schluss, verlor aber stetig Zeit. Beim zweiten Wechsel lag Verbanjak 37,7 Sekunden zurück und lag am Ende 1:07,68 Minuten hinter Frankreich.
Im Wettbewerb waren 12 Länder vertreten und es gab viele Variationen in den Runden. Neben den klassischen Bergaufpassagen gab es riesenslalomartige Abfahrten und Treppensteigpassagen, bei denen Himmer beim Laufen mehrfach stürzte. Diesmal erging es dem 30-jährigen Steirer, der im Allgäu lebt, besser. Doch den Spitzenreitern wie dem 24-jährigen Kärntner Verbanjak, dessen Stärken in nicht-olympischen Ausdauerdisziplinen liegen, reichte das nicht.
Frankreich dominiert
Harrop gewann bereits Einzel-Silber, Anselmat Bronze. Gemeinsam kontrollierten die Franzosen das Feld und widerstanden auch dem Angriff der Schweizer Einzel-Olympiasiegerin Marianne Fatton, deren Partner John Kistler nun im Ziel keinen Schaden mehr anrichten konnte. Der Anruf von Sean-Star Oriol Cardona rettete Spanien Bronze, während Alonso Rodriguez nach Problemen vor dem letzten Wechsel eine Drei-Sekunden-Strafe erhielt.
Himmer und Verbanjak, die mit Medaillenambitionen angereist waren, schieden jeweils einzeln in der Vorrunde aus. Im letzten Mixed-Weltcuprennen vor den Winterspielen belegte das österreichische Paar Anfang Februar in Boe Tal in den Pyrenäen hinter drei Olympia-Medaillengewinnerteams den vierten Platz. Dieses Mal mussten sie auch den USA (+42,99) und Italien (+1:00,20 Minuten) den Vortritt lassen.
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