Johanna Himmer und Paul Verbanjak traten bei der Olympia-Premiere des Skibergsteigens in Bormio kürzer als erwartet auf. Himmer hatte in ihrem Sprint-Vorlauf am Donnerstagmorgen Probleme und wurde nur Fünfte; Die Hoffnungen auf den Einzug ins Halbfinale wurden durch den Lucky-Loser-Status nicht zunichte gemacht. Auch Verbanjak blieb in der Hitze auf der Strecke. „Heute ist ein dunkler Tag für uns Österreicher“, sagte ein sehr enttäuschter Himmer.
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Der 30-jährige Steirer belegte am Ende den 14. Platz, Verbanjak den 17. Platz. Die erste olympische Goldmedaille im Skibergsteigen gewann Marianne Fatton aus der Schweiz, die den Sprint gegen die favorisierte Französin Emilie Harrop und den Spanier Oriol Cardona gewann. Weltmeister Nikita Filippo aus Russland, der unter neutraler Flagge antrat, siegte vor dem französischen Zweitplatzierten Thibault Anselmet.
Heimer war verärgert über die Veränderungen und Probleme mit den beiden Ausrutschern beim Treppensteigen. „Es ist wirklich schlimm, man kann es nicht anders sagen. Es ist im Moment wirklich traurig.“ Die Mutter von zwei Kindern fühlte sich im starken Schneefall wirklich wohl und wollte in die Top-6-Finals der Major-Turniere vordringen, wie ihr das schon zweimal bei der Weltmeisterschaft gelang. „Das lag nur daran, dass ich dachte, ich könnte für eine Überraschung sorgen. Ich fühlte mich in der Sprintform meines Lebens“, betonte Himmer. Das macht es so frustrierend.
eine „Katastrophe“
Verbanjak hingegen missbrauchte das Material. „Mir fehlen die Worte. Beim Einlaufen hat alles gut geklappt, aber vor dem Start hat sich eine kleine Eisschicht unter der Haut gebildet“, sagte der Kärntner. Der 24-Jährige war daraufhin ratlos; Er hatte die Haut bereits mehrfach bei verschiedenen Sprints verwendet und nie Probleme gehabt. Der gesamte Lauf war vom Anfang bis zum Ende eine „Katastrophe“, da das Fell fiel.
Wie Heimer fühlte sich Verbanjak „unglaublich gut“, als er hereinkam. „Ich kann mich so über mich selbst aufregen, dass ich zu dumm bin, um die richtige Haut zu bekommen“, sagte Verbanjak. „Es ist meine eigene Schuld.“ Mitgefühl hatte der Klagenfurter auch für seine Familie und Freunde im Publikum. „Meine Mutter ist mitten in der Nacht mit meinen Geschwistern weggegangen, damit sie da sein konnte. Die Tatsache, dass ich es ihr nicht mehr zeigen kann, ist doppelt, dreifach bitter.“
Im Sprint galt es, einen Höhenunterschied von 65 Metern über eine Distanz von 725 Metern bis zum Ziel auf der berühmten Stilfser Joch-Piste zu überwinden. Bei starkem Schneefall und atmosphärischen Bedingungen benötigte Heimer 3:19,98 Minuten, um 13,47 Sekunden hinter der Vorlaufsiegerin Marianne Pheton aus der Schweiz ins Ziel zu kommen. Am Ende fehlten Himmer 2,54 Sekunden zum Einzug in die Zeitwertung. Mit einer Zeit von 2:58,39 Minuten lag Verbanjak deutliche 20,43 Sekunden hinter dem Spanier Oriol Cardo.
Himmer und Verbanjak sind keine Sprintspezialisten, dennoch galt Himmer als Außenseiter im Kampf um eine Medaille. Beide dürften am Samstag (13:30 Uhr) in der Mixed-Staffel weitere Chancen bekommen. „Hoffentlich sieht die Welt morgen wieder anders aus und wir kommen morgen richtig groß raus“, kündigte Verbanjak an. „Die Form ist da, wir wissen es.“ Die erste Olympiasiegerin im Skibergsteigen und ihr männliches Pendant werden am Donnerstag (ab 13:55 Uhr) im Finale gekürt.
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