...
Skip to content

Paralympics 2026 | Parabiathlon: Wie schießen sehbehinderte Sportler?

    Paralympics 2026 | Parabiathlon: Wie schießen sehbehinderte Sportler?

    Stefan Egger-Riedmüllers letzter Wettkampf bei den Paralympischen Winterspielen ist heute (12.25 Uhr, ORF Sport+ live). Der Tiroler ist der einzige österreichische Vertreter, der in Tessero und nicht in Cortina antritt. „Es wäre schön, wenn alle an einem Ort wären, jetzt ist es ein Zirkus wie bei der Weltmeisterschaft“, sagt der 29-Jährige, der im Para-Langlauf und Para-Biathlon antritt. „Ich habe es erst vor fünf Jahren zum ersten Mal mit Langlaufen versucht und konnte dann nicht mehr loslassen“, sagt der Cousin des ehemaligen Nordischen Kombinierers Thomas Egger-Reidmüller. „Dann machte es Sinn, beide Sportarten zu betreiben, weil sonst der Rennkalender zu dünn wäre.“

    Hinterlassen Sie eine Anzeige

    In bisher vier Rennen gelang Egger-Riedmüller noch kein Top-Ten-Ergebnis. „Aber vor ein paar Jahren war ich noch weit von einem großen Event entfernt, jetzt bin ich hier – wenn man hart arbeitet, kommt etwas Lässiges dabei heraus“, sagt Fritzner, der sich noch nicht auf dem Höhepunkt sieht: „Im Ausdauersport wird man mit jahrelangem Training besser und man kann auch seine Technik verbessern, je besser man auf den Skiern in Deckung geht, desto mehr.“ Angefeuert von zahlreichen Fans, etwa seinen Freunden aus Fritzens Traditionsgruppe, wo Egger-Riedmüller als Schuhmacher arbeitet und im Winter beim Karneval aushilft, waren schon seine ersten Paralympics ein voller Erfolg: „Mein Fanclub ist der beste überhaupt, der hat eine Goldmedaille verdient. Ich bekomme jedes Mal Betrügereien mit meinem Namen darauf.“

    Die heutige Sprintverfolgung im Parabiathlon markiert das Ende der Spiele für den Individualsportler, dem von Geburt an die Wadenbein- und Wadenmuskulatur im rechten Bein fehlt und der zudem einen steifen Knöchel hat. Die im Stehendklassefahrende Egger-Reidmüller schießt mit einem Luftgewehr, das die Tirolerin im Gegensatz zu ihren olympischen Kollegen nicht immer auf dem Rücken trägt. „Wir haben das Gewehr am Schießstand, jemand aus der Mannschaft steht auf der Matte, der reicht mir das Gewehr. Dann schieße ich fünf Schüsse, lege das Gewehr wieder hin und renne weiter“, erklärt Egger-Riedmüller und lacht: „Da spart man etwas Gewicht.“

    Manche Sportler nutzen einen Federständer als Armlehne; Sportler mit fehlenden Händen signalisieren beispielsweise ihren Trainern, den Abzug zu betätigen. Hinzu kommt, je nach Grad der Behinderung, ein Zeitfaktor, der im Steh-, Sitz- und Sehbehindertenunterricht sowie beim Para-Alpin-Skifahren berücksichtigt wird. Für sehbehinderte Biathletinnen wie die ehemalige Österreicherin Karina Adlingerova ist die Situation am Schießstand besonders speziell: Sie schießen nicht mit einem Luftgewehr, sondern mit einem Infrarotgewehr. Sportler tragen Kopfhörer und die Tonhöhe des Signals zeigt an, wie genau das Gewehr zielt. Wenn Sie treffen, wird das Ziel grün; Wenn Sie es verfehlen, wird das Ziel rot.

    Source link