Sahara Wagonknecht hat noch Hoffnung. Ich hoffe auf einen Soloauftritt auf der großen Bühne. Wenn die Bundestagswahl im Februar neu ausgezählt wird und der Allianz Sahara Wagenknecht (BSW) 9.500 Stimmen unter den geforderten fünf Prozent fehlen und die Partei schließlich eine Fraktion wird: Derjenige, der sie benannt hat, will ihr Vorsitzender werden. Doch Wagenknecht will nicht länger Parteichef sein.
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Niemand in Berlin findet das überraschend. Einerseits ist der Abschied Wagenknechts vom Vorsitz deutlich geworden. Und andererseits hat sie sich bei ihrer ehemaligen Partei, den Linken, einen Ruf erarbeitet: Sie mag die harte Arbeit, die Führungsjobs erfordern, nicht, beklagten selbst diejenigen, die ihr bei den Dunkelroten besser gesinnt waren.
Natürlich weiß Wagenknecht das. Und natürlich macht es ihr nichts aus. Als ob es ihr egal wäre, ihren Auftritt am Montagnachmittag mit einer Halbwahrheit zu beginnen. Sie sagt, sie müsse diejenigen enttäuschen, die sie zurücknehmen wollten. „Ich werde heute keine Austritte ankündigen“, sagt Wagenknecht – und tut dann genau das.
Er möchte die Hauptrolle spielen
aus dem Büro. Natürlich möchte WagonConnect seine Hauptrolle nicht aufgeben. Und so findet sie schnell eine neue Position: Leiterin der Grundwertekommission. Sie existieren immer noch nicht; Aber der Parteitag Anfang Dezember wird definitiv darüber entscheiden. Damit bekommt der BSW, der sich als Alternative zu den alteingesessenen Parteien versteht, genau das, was die SPD längst hat.
„Ich möchte nur“, sagte sie am Montag, „den Kopf wieder frei bekommen.“ Das heißt konkret: An jede verfügbare Talkshow-Kamera kleben. Am nächsten Tag setzt er sich mit Maischberger zusammen und wütet gegen die vier brandenburgischen Abgeordneten, die wenige Stunden zuvor aus der Partei ausgetreten waren – und verwies auf eine „autoritäre Haltung“ in der Bundesspitze.
Parteiaustritte
Insbesondere forderte die Parteispitze – also WagonKnecht – von der Potsdamer Gruppe einen Verstoß gegen den Koalitionsvertrag, den der BSW mit der SPD geschlossen hatte. Im Gegensatz zu den übrigen zehn Gruppen lehnten vier ab. Wagenknecht findet die Autonomie der Parlamentarier „wirklich problematisch“. Es ist jedoch nicht so, dass die brandenburgische Regierung vor dem Zusammenbruch steht. Auch in Thüringen, wo der BSW mit CDU und SPD koaliert, versucht Wagenknecht in größerem Umfang mitregieren.
WagonConnect jedenfalls diskreditiert die Beteiligung der Regierung als Grund für ihr schlechtes Ergebnis bei der Bundestagswahl. Sie will sie gegebenenfalls vor dem Bundesverfassungsgericht erneut aufzählen lassen. Die Republikaner sehen das mit Abscheu: In den Umfragen liegt BSW bei drei Prozent.
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