Der Übergang vom Marathonläufer zum Kurzstreckenläufer war für den Kärntner Skibergsteiger Paul Verbanjak eine Herausforderung, doch der Traum von einer Medaille bei der Olympiapremiere am Stilfserjoch war stärker. Somit hat sich das forcierte Schnelligkeits- und Techniktraining gepaart mit kurzen Intervallen und 150.000 Höhenmetern gelohnt. „Der Fokus liegt auf der Mixed-Staffel, wo eine Medaille das eigentliche Ziel ist. Ich habe in meinem Leben viele Stunden Sprinttraining verbracht, um zu den Besten der Welt zu gehören. Ein Top-Ten-Ergebnis wäre großartig.“
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Auf die Frage nach dem neuen Trainingsreiz, den er gesetzt hat, sagt der 24-Jährige: „Ich habe in den letzten Jahren viele lange Intervalle absolviert, also Schwellenintervalle, die leicht über der Schwelle liegen. Wir liegen im Bereich von acht bis 15 Minuten. Und dieses Jahr haben wir mit dem Ziel, so gut wie möglich abzuschneiden, vier Minuten bis fünf Minuten im Wettkampf.“
Der Abstieg ist sehr technisch, mit einigen steilen Kurven und Sprüngen.
Bormios Route im Abfahrtsfinale der Herren verspricht vielversprechend zu werden. Moto Booker, der seit 2023 mit Teamkollegin Sarah Dreier liiert ist, vermittelt den Eindruck, den er nach dem Testevent gewonnen hat. „Der Anstieg ist toll, der Abstieg sehr technisch, mit ein paar Steilkurven und Sprüngen. Es geht in Richtung einfacher Skicross“, erklärt der 1,91 Meter große Riese, der eisige Bedingungen vorhersagt.
Die Zeitstrafe, die er vor vier Jahren wegen einer „falschen“ Übergabe mit Johanna Himmer erhielt, ist längst vergessen. „Wir haben es oft genug geübt und manchmal übertreiben wir es.“ Es sei wichtig, konzentriert zu bleiben, „aber man darf nicht zu weit gehen. Wir wissen schon in der Vorbereitungsphase, wann der andere den Bach runtergeht und was man nicht mehr sagen sollte, so kann ich manche Beleidigungen verhindern.“ Skibergsteigen ist nichts für schwache Nerven und mittlerweile ein Sport auf sehr hohem Profiniveau. Dementsprechend bezeichnet der Junioren-Doppelweltmeister die Folter als „Sucht. Ich brauche es einfach.“ Er Ein Mann der Extreme. Jemand, der gerne Grenzen überschreitet und stets seinen eigenen Weg geht. Trotz der Schwierigkeiten verliert der Red-Bull-Athlet die Freude nie aus den Augen.
Der fünfte Gesamtrang und zweite in der letzten Saison lässt offen, ob er nach den Olympischen Spielen zum Radsport wechseln wird. „Ich habe noch nicht darüber nachgedacht. Es liegt noch in der Luft.“ Letzten Sommer wagte sich Verbnjak mit Patrick Konrad und MotoGP-Fahrer Alex Espargaro im Lidl-Trak-Entwicklungsteam an ein „Tour of Austria“-Abenteuer und feierte sein Ö-Tour-Debüt.
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