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Pilnacek-U-Ausschuss: Tomaselli kritisiert "abfallend" Untersuchung

    Pilnacek-U-Ausschuss: Tomaselli kritisiert "abfallend" Untersuchung

    Nina Tomaselli, Vorsitzende der Grünen-Fraktion im U-Ausschuss, hat die Ermittlungen nach dem Tod des ehemaligen Justizministers Christian Pilnasek scharf kritisiert. „Wenn wir als Politiker beobachten, dass eine Untersuchung so schlecht geführt wird, dann sollte ein politischer Aufklärungsprozess beginnen, der Konsequenzen haben kann“, sagte sie in einem APA-Interview. Sie schlug außerdem vor, den U-Ausschuss öffentlich zu machen, ähnlich wie bei Gerichtsverhandlungen.

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    Tomaselli sagte, der Untersuchungsausschuss könne daran arbeiten, welche Konsequenzen das haben könnte. „Wir wissen, dass die Forensik schlampig war“, sagte sie; Beweismittel wie Mobiltelefone und Smartwatches wurden nicht sichergestellt. Wenn die Untersuchung einer so prominenten Persönlichkeit von so schlechter Qualität sei, „was ist dann mit dem Durchschnittsbürger?“ sie fragte. Über Pilneceks Todesursache wollte sie nicht spekulieren. Auf jeden Fall hätte die Polizei so ordnungsgemäß handeln müssen, dass „danach keine Verschwörungstheorie mehr aufkommen konnte“.

    Kritik an Hafenaker und Hanger

    Tomselli kritisiert auch das Verhalten seiner blauen und schwarzen Kollegen im U-Komitee-Wettbewerb. FPÖ-Fraktionschef Christian Hafeneker und ÖVP-Fraktionschef Andreas Henger werden das Duell suchen. Vor Weihnachten einigten sich die Politiker auf die Anzahl der zu verteilenden Akten. „Eine solche Polarisierung kommt sicherlich denen zugute, die kein Interesse an den Themen haben“, sagte Tomaselli und fügte hinzu, dass „lauter Lärm kein Ersatz für Bildung ist.“

    Die Akten sollten bis zum 17. Dezember geliefert werden. Der Fall Pilnasek sei von der damaligen Justiz sehr gut und ausführlich dokumentiert worden, sagte Tomaselli zu den ersten Erkenntnissen. Allerdings wurde diesbezüglich im Innenministerium nur sehr wenig Aktenmaterial erstellt. Vor Beginn der Befragungen findet am 14. Jänner eine Ortsbesichtigung am Fundort der Leiche an einem Nebenfluss der Donau im niederösterreichischen Rosatz statt. Tomselli selbst hatte den Ort bereits bei einem Besuch in den Osterferien fotografiert.

    Keine Live-Übertragung

    Das Pilnacek-U-Komitee wird die viel diskutierte Live-Übertragung nicht haben. Dagegen sieht Tomaselli insbesondere die ÖVP. Gäbe es eine Aufnahmemöglichkeit aus dem U-Ausschuss, würden Umfragen wie die des Altkanzlers Sebastian Kurz (ÖVP), der im Ibiza-U-Ausschuss so lange „filibusterte“, dass „zwei Abgeordnete keine einzige Frage stellen konnten“, relativ schnell enden, ist sich der Grünen-Fraktionschef einig. Sie plädierte dafür, U-Ausschusssitzungen als ersten Schritt für Interessierte zugänglich zu machen, ähnlich wie öffentliche Gerichtsverhandlungen.

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