James Sands (hier gegen den Bremer Milosevic) kam spät ins Spiel. Foto: IMAGO / Lobeca
Plötzlicher Luxus auf St. Pauli: Warum das „Monster des zweiten Balls“ nur auf der Bank saß
Dass es nach langer Zeit schwierige Personalentscheidungen geben würde, war schon im Vorfeld klar. Durch die Rückkehr mehrerer zuvor verletzter Stammspieler hatte Alexandre Blessin vor dem Werder-Spiel beim FC St. Pauli die Qual der Wahl und vor allem ein Teil des Kaders ist derzeit nahezu überbesetzt mit gleichwertigen Alternativen.
Als wir uns vor dem Nordderby die Aufstellung des Nachbarschaftsvereins ansahen, gab es zumindest eine kleine Überraschung. Jeder erwartete, dass Blessin entscheiden würde, ob er Eric Smith oder Jackson Irvine an der Seite von James Sands spielen ließe. Am Ende traten Smith und Irvine, während Sands zunächst auf der Bank saß. Eine Entscheidung, die dem Trainer schwergefallen ist, wie er offen zugab.
James Sands saß bei St. Pauli zunächst nur auf der Bank
„Es war ein Prozess und ein langer Gedanke“, sagte Blessin. „Natürlich weiß ich, dass Jimmy uns in den Zweikämpfen viel Qualität verleiht. Er sticht nicht besonders hervor, er ist immer so zurückhaltend, aber extrem wichtig. Und es tut weh, wenn man so eine Qualität auf der Bank lässt. Aber ich habe es mit etwas Frische begründet.“ Davon hatte der amerikanische Nationalspieler in Leverkusen schon einiges verloren, weshalb er zunächst draußen blieb und auch vom Kapitän herzliche Worte erhielt.
Sie könnten auch interessiert sein an: Friedels heftiges Foul mit Folgen: Was mit St. Pauli-Kapitän Irvine passiert
„Ich habe mit Jimmy gefühlt, er war in dieser Saison einer unserer beständigsten Spieler“, sagte Jackson Irvine. Er bedauerte wirklich, dass Sands nicht an einem so wichtigen Spiel teilnehmen durfte. Zumindest über weite Strecken. Nach 80 Minuten wurde er für Irvine eingewechselt, der begeistert war: „Als er eingewechselt wurde, konnte man sehen: Er ist ein Zweitball-Monster.“
Im Kiezklub haben Sie wieder einmal die Qual der Wahl
Neben Sands saß auch Winter-Neuzugang Matthias Rasmussen zunächst gegen Bremen auf der Bank; Der Norweger wurde sieben Minuten nach Sands für den Siegtorschützen Joel Chima Fujita eingewechselt und trug dazu bei, den knappen Vorsprung zu verbessern. Schon vor dem Spiel hatte Blessin betont, wie wichtig es später sei, Qualität von außen einbringen zu können. Und das wird in naher Zukunft eher mehr als weniger, da andere Spieler wie Conor Metcalf und David Nemeth ihre Füße zerkratzen. „Das steigert die Qualität des Trainings“, freute sich der Trainer. „Jeder muss ein bisschen mehr drücken.“
