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„Sah etwas schlimmer aus“: HSV-Stürmer Poulsen entkommt der brandheißen Premier League

    „Sah etwas schlimmer aus“: HSV-Stürmer Poulsen entkommt der brandheißen Premier League

    Schiedsrichter Bastian Dankert sieht Yussuf Poulsen (M.) wegen eines Fouls an David Raum (am Boden) die Gelbe Karte. Foto: image images/Oliver Ruhnke

    „Sah etwas schlimmer aus“: HSV-Stürmer Poulsen entkommt der brandheißen Premier League

    Nach dem Schlusspfiff und trotz des Endstandes von 1:2 liebten sich David Raum und Yussuf Poulsen erneut. Der Leipziger Kapitän und der HSV-Kapitän traten sogar in einem kurzen Doppelinterview bei DAZN auf, um über das Spiel und frühere Zeiten beim Brauseklub zu sprechen. Raum hatte viele anerkennende Worte für seinen ehemaligen Teamkollegen übrig – auch wenn Poulsen ihn fast 20 Minuten zuvor ziemlich heftig gefoult hatte.

    Es war die 82. Minute, als der eine Viertelstunde zuvor ausgewechselte HSV-Stürmer versuchte, mit dem Ball in der gegnerischen Hälfte Räume zu schaffen. Anstatt den Ball zu treffen, traf Poulsen mit offener Sohle nur den rechten Fuß von Raum, schräg dahinter. Der RB-Linksverteidiger fiel sofort zu Boden, umklammerte seinen Außenknöchel und krümmte sich vor Schmerzen an der Seitenlinie. Und Poulsen? Er konnte diese Reaktion nachvollziehen. Er hob sofort entschuldigend die Hand und nahm die Gelbe Karte von Schiedsrichter Bastian Dankert entgegen.

    „Es war schade“: Poulsen erhielt für das Foul eine Gelbe Karte

    „Das war bedauerlich“, beschrieb Poulsen hinterher seine schlampige Fahrt. „David weiß, dass ich es nicht mit Absicht getan habe. Ich bin ein harter Spieler, aber kein unehrlicher.“ Beleg für diese These: In seinen fast 13 Jahren im deutschen Profifußball hat Poulsen noch nie eine rote Karte gesehen. Im RB-Trikot wurde er zweimal in Gelb und Rot vom Platz gestellt – einmal in der 2. Liga in der Saison 2013/14 und das andere Mal im DFB-Pokal 2023/24. Doch duschen musste der Däne zum Bundesliga-Start noch nie.

    HSV-Wildcard Poulsen traf RB-Kapitän Raum (links) am rechten Bein.

    Hätte er Raum am Sonntagabend etwas höher und/oder noch intensiver getroffen, hätte Dankert wahrscheinlich über eine Rote nachgedacht. Doch Poulsen konnte sich der bitteren Premiere nur knapp entziehen. Die Entschuldigung war immer noch angebracht. „Leider blieb ich in seinen Socken hängen, also sah es zunächst vielleicht etwas schlimmer aus als eine Berührung“, erklärte Poulsen, der sich sofort über den Raum kniete und auf dem Boden lag. „Ich habe mich entschuldigt. Manchmal ist es nur Fußball, wir sind immer noch gute Freunde.“

    RB-Kapitän Raum schwärmt: „Yousi war immer für mich da“

    Das bewiesen Raums Worte nach dem 2:1-Auswärtssieg seiner Mannschaft. „Es ist immer schön, ihn zu sehen. Vor allem für mich, weil Jussi mich in Leipzig gut aufgenommen hat, als ich dort angekommen bin“, sagte der Nationalspieler. Raum wechselte im Sommer 2022 von Hoffenheim nach Leipzig, wo Poulsen neun Jahre lang tätig war. In drei gemeinsamen Jahren bei RB standen sie 70 Mal gemeinsam auf dem Feld.

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    Und während der aktuelle HSV-Profi dem aktuellen Leipzig-Kapitän viele Assists zu verdanken hat, sagt Raum über Poulsen: „Er war immer für mich da, hatte ein offenes Ohr. Von ihm kann man viel lernen, gerade abseits des Platzes.“ Deshalb ist der 27-Jährige zuversichtlich: „Jussi ist eine große Bereicherung für den HSV. Und er ist zu Recht zum Kapitän ernannt worden.“ Etwa zwei Minuten nach dem Foul und noch einmal nach dem Schlusspfiff umarmten sich die ehemaligen Kollegen freundschaftlich. Poulsen ärgerte sich über die HSV-Niederlage, nicht aber über die Rote Karte. Es besteht weiterhin die Gefahr, dass er in naher Zukunft gesperrt wird, da er bereits vier gelbe Karten wegen Fouls im Weltraum erhalten hat.

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