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Seniorenverband: Ende der Unterstützung für erwerbstätige Rentner erzürnt Korosek

    Seniorenverband: Ende der Unterstützung für erwerbstätige Rentner erzürnt Korosek

    Im Januar soll eine neue Anreizregelung für erwerbstätige Rentner in Kraft treten. Die Regierung hatte ursprünglich eine Pauschalsteuer in den Koalitionsvertrag aufgenommen, sie jedoch in einen Steuerfreibetrag umgewandelt und ihre Umsetzung aus Haushaltsgründen auf 2027 verschoben. Das bedeutet aber auch, dass die Befreiung von den Rentenbeiträgen für erwerbstätige Rentner in diesem Jahr entfällt. „Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen“, sagt Ingrid Korosak, Präsidentin des Seniorenverbandes.

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    Die bisherige Regelung wurde von Türkis-Grün bestimmt. Diese Bundesförderung für die Pensionskasse endet Ende 2025. Mit der neuen Rahmenregelung ab 2027 werden die Arbeitgeberbeiträge, die Rentner auch während der Erwerbstätigkeit in die Pensionskasse einzahlen müssen, komplett abgeschafft, kehren nun aber für ein Jahr zurück. „Es muss eine Zwischenlösung geben“, sagt Korosek, die schätzungsweise 63 Millionen Euro kostet.

    Rentnerverband für Erweiterung

    Auch der SPÖ-Rentnerverband befürwortet eine Fortführung der Regelung, doch insbesondere der ÖVP-Seniorenverband steht seit Jahren dahinter. Die meisten der knapp 80.000 Menschen, die auch nach der Pensionierung noch arbeiten, sind selbstständig. Deshalb war der Rentnerverband schon lange skeptisch und lehnte die Pauschalsteuer ab. Auch PVÖ-Präsidentin Birgit Gerstorfer konnte sich für den nun vereinbarten Zuschuss inklusive der Befreiung von Arbeitgeberbeiträgen begeistern.

    Der Leiter eines hochrangigen Bürgergremiums stellte am Freitag sechs weitere Forderungen für dieses Jahr vor. Sie will einen „Belastungsstopp“ für Rentner, der durch geringere Anpassungen und erhöhte Krankenversicherungsbeiträge bis zum Ende der Legislaturperiode 4,5 Milliarden Euro zur Haushaltskonsolidierung beitragen soll. Demnach müssten alle Leistungsempfänger für das Jahr 2027 mit der vollen Inflationsrate erstattet werden und im Vorfeld der Entscheidung sei auch ein Seniorenrat einzubinden, sagte Korosek.

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    Kampf gegen den „Digitalisierungszwang“.

    Als eine ihrer wichtigsten Forderungen nannte die Präsidentin einer Seniorenorganisation rechtliche Schritte gegen den „Digitalisierungszwang“. Es sei ein „großer Kampf“, sagte Korosek. Es fordert nach dem Gleichbehandlungsgesetz das Recht auf gleiche Möglichkeiten. Darauf achtet der Staat meist bereits, Banken und Versicherungen jedoch nicht. „Nur wer einen Rechtsanspruch hat, kann Gerechtigkeit verlangen.“

    Ein weiterer zentraler Punkt auf ihrem Forderungskatalog ist die Verbesserung altersgerechter Arbeitsplätze, insbesondere durch die Anhebung des Rentenalters für Frauen. Etwa 30 Prozent der Menschen gehen nicht in den Ruhestand, mehr als die Hälfte ist bereits vor Arbeitsbeginn arbeitslos. „Das wird den Staat sechs Milliarden Euro kosten“, rechnet Korosec vor. Im internationalen Vergleich schneidet Österreich schlecht ab. „Es kommt auch auf die Arbeitgeber an“, sagt der ÖVP-Politiker. Er bittet Unternehmen, rechtzeitig mit den Mitarbeitern zu planen.

    Korosek möchte außerdem, dass 2026 das Jahr der Gesundheitsreform wird. Wie sie in einer Pressekonferenz sagte, fordert sie seit 20 Jahren eine „Finanzierung aus einer Hand“. „Gott sei Dank bewegt sich jetzt etwas.“ Sie ist zuversichtlich, dass eine große Reform gelingen wird, die im Idealfall auch die Finanzierung der Pflege berücksichtigen sollte. Die siebte Forderung betrifft die Struktur der Rentenbeiträge des Bundes, die zuletzt auf 36 Milliarden Euro gestiegen sind. Darin sind auch Sozialleistungen enthalten, so der Seniorenverband in der Größenordnung von acht Milliarden Euro. Darin enthalten sind Aufwendungen für Ausgleichsentschädigung, Gesundheitsfürsorge und Rehabilitationsgelder.

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