In der Villacher Alpenarena kämpfen am Montag und Dienstag (jeweils 13 Uhr) die weltbesten Damen um die Bezwingung der Normalschanze. Das große Thema vor den Wettkämpfen war die Festlegung der Vierschanzentournee der Frauen. „Die Frauen haben sich die Tournee verdient, denn die Qualität der Springer hat sich in den letzten Jahren stetig verbessert“, erklärt ÖSV-Damenchef Thomas Diethert, „Es ist eindeutig eine Leistungssteigerung der Athletinnen. Ob es nur das Herrenensemble sein wird, bleibt abzuwarten.“
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Österreichs aktuelle Top-„Fliegerin“ Lisa Eder meint: „Es ist wirklich schön, jetzt eine Tour zu haben. Die vorherige zweitägige Tour war kein wirkliches Highlight.“ „Die Vierschanzentour wird großartig“ für Lokalmatadorin Hannah Wiegel aus Villach. Doch ganz optimistisch ist sie nicht: „Wie wir beim Publikum ankommen werden, wie die Tour insgesamt ankommt, ist schwer vorherzusagen. Es könnte auf jeden Fall tolle Wettbewerbe geben. Ich würde auf jeden Fall gerne dabei sein.“ Gerne sei er auch am Montag und Dienstag dabei: „Ein Heimwettkampf ist immer etwas Besonderes, daher ist die Vorfreude und die Angst groß.“ Große Erwartungen hat sie nicht: „Das Training war nicht das Beste, ich muss mir noch einen guten Plan ausdenken, weil ich mit dem Speck und der kurzen Starttabelle wie Villach schwer zu kämpfen habe. Die bisherige Saison verlief nicht mangelhaft.“
Harte Jahreszeit für den Diätenden
Eder kann nicht sagen: „Ich stand insgesamt vier Mal auf dem Podium, es geht mir genauso wie letztes Jahr. Eines ist dieses Jahr allerdings anders. Wenn ich einen schlechten Tag habe, ist das Ergebnis des gesamten Teams meist nicht gut.“ Dennoch verspüre sie keinen Druck: „Ich kann nur meine besten Sprünge zeigen, mehr kann ich nicht machen.“ In Villach belegte die Salzburgerin bisher zwei vierte Plätze: „Hier auf den kleinen Sprüngen habe ich noch ein Timing-Problem.“ Für den Teamchef: „Lisa ist immer noch eine der Anwärterinnen auf den Sieg. Natürlich muss man Nika Privec favorisieren, weil er dieses Jahr sehr beeindruckend war. Dann sind da noch die Japaner. Man kann auch die Deutschen und die Kanadier nicht ignorieren.“
Für die Niederösterreicherin, die in diesem Jahr die Chefetage übernommen hat, ist es „eine schwierige Saison. Marita Kramer und Jacqueline Seyfriedsberger fallen aus und Eva Pinkelnig fällt verletzt aus. Damit verlieren wir drei Damen, die fast immer um Podestplätze gekämpft haben. Von den Jungs, die im Weltcup an der Villa-WM vorbeischnuppern durften, kann man nichts erwarten für junge Leute. Sie müssen im Kalender bleiben und warum lassen wir Männer und Frauen nicht gemeinsam auf kleinen Hügeln am selben Ort springen?“
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