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SPÖ: Kern zieht seine Kandidatur gegen Babler zurück

    SPÖ: Kern zieht seine Kandidatur gegen Babler zurück

    Am Mittwoch spitzten sich die Entwicklungen in der SPÖ zu. Altkanzler und SPÖ-Obmann Christian Kern (60) appellierte am Dienstag an den Wiener Bürgermeister Michael Ludwig um Unterstützung für die Kandidatur gegen Parteichef und Vizekanzler Andreas Babler beim Bundesparteitag am 7. März. Doch diese hat er nicht oder zumindest nicht in ausreichender Menge erhalten.

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    Als Reaktion darauf hat Kern nun eine persönliche Erklärung über Facebook abgegeben, in der er ankündigte, die Abstimmung gegen Babler fallen zu lassen. Er sagt;

    „Wie viele von uns habe ich mich in den letzten Monaten oft gefragt, in was für einer Welt unsere Kinder und künftigen Generationen leben werden. Das Erfolgsmodell der Zweiten Republik geht zu Ende. Unsicherheit ist zu einem vorherrschenden Gefühl in der Bevölkerung geworden.“

    Zum ersten Mal in meinem Leben mache ich mir Sorgen, dass der wirtschaftliche Zusammenbruch und die zunehmenden sozialen Konflikte unsere neue Realität sind. Und vor allem versinkt unser Land immer mehr in Richtung einer Politik im Trump-Stil. mit erheblichen Folgen für den Wohlstand und die Unabhängigkeit der meisten Österreicher. Die Menschen wollen positive Veränderungen und tragfähige Antworten auf wirtschaftliche, geopolitische und gesellschaftspolitische Herausforderungen, die ihnen die politische Mitte derzeit in begrenztem Umfang bietet.

    Kern will die Bundesregierung unterstützen

    Die Aufgabe der SPÖ besteht darin, sich dem Narrativ der Zerstörung zu stellen und Alternativen zu destruktiven Kräften zu entwickeln. Dies ist in letzter Zeit teilweise gelungen. Umfragen und Antworten aus Teilen unseres Landes belegen dies. Angesichts dieser Stimmung ist es kaum verwunderlich, dass sich in der Partei eine Führungsdebatte entwickelte und einige Alternativen erkundeten.

    In den letzten Tagen gab es viele Gespräche. Mein Fazit ist, dass es am besten ist, die Arbeit der Bundesregierung konstruktiv zu unterstützen. Das Regierungsteam ist kompetent und Tatsache ist, dass sich die Inflation und das wirtschaftliche Umfeld in ganz Europa auf dem Weg der Erholung befinden. Die SPÖ hat eine große Persönlichkeit in den Ländern und Gemeinden. Eine neue Generation von Staatspräsidenten hat das Amt übernommen. Die Grundwerte der Sozialdemokratie sind aktueller denn je.

    Für die SPÖ bleibt die Aufgabe, eine gemeinsame Zukunftsvision zu entwickeln. Es ist wichtig, den Lebensstil der Menschen in unserem Land kontinuierlich und langfristig zu verbessern. Eine Mehrheit auf einem Parteitag zu organisieren ist vielleicht keine große Sache, aber eine Mehrheit in den Köpfen der Bevölkerung zu schaffen, ist unangenehmer. Dem kann sich die SPÖ nicht entziehen, wenn sie eine politisch relevante Kraft bleiben will.

    Nach einer anfänglichen völligen Ablehnung habe ich seit Beginn der Führungsdebatte bewusst keinen Kontakt zu Journalisten gepflegt. Allerdings waren die Medien voll von Motiven und Plänen, die ich (angeblich) verfolgte. Der Inhalt des Gesprächs, das wenige Stunden nach der Trennung bewusst an die Presse weitergegeben wurde, erinnerte mich an den Wahlkampf 2017 und seine Folgen. Ich empfand diese Indiskretion als Bestätigung meiner Befürchtungen und als Ausdruck des Fehlens des notwendigen Konsenses.

    Daher kann ich sagen: Ich habe kein Interesse an der weiteren Führungsdebatte in der SPÖ und werde beim nächsten Parteitag nicht kandidieren.“

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