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Starlink abgeschaltet: Große Probleme auf russischer Seite

    Starlink abgeschaltet: Große Probleme auf russischer Seite

    In den letzten Tagen sorgten Berichte über einen großflächigen Ausfall von Starlink an der Front der Ukraine für Aufsehen. Das satellitengestützte Internetnetzwerk von SpaceX spielt seit Beginn eines russischen Angriffskrieges im Jahr 2022 eine zentrale Rolle in der militärischen Kommunikation, Überwachung und Kontrolle unbemannter Systeme. Ukrainische Behörden und Medien berichten nun von weitreichenden Störungen, die insbesondere russische Truppen treffen werden.

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    Nur registrierte Terminals funktionieren

    Starlink-Terminals werden im Ukraine-Krieg von beiden Seiten genutzt – offiziell nur von der Ukraine, tatsächlich aber auch von russischen Truppen, die die Geräte über Dritte erhalten haben sollen. Satellitenverbindungen dienen nicht nur der reinen Kommunikation, sondern auch der Übertragung von Drohnenvideos, Lageberichten und der Feuerkoordination.

    Kürzlich hat die Ukraine in Zusammenarbeit mit Elon Musk SpaceX eine Registrierungspflicht (Whitelist) für alle Geräte auf ihrem Territorium eingeführt: Künftig werden nur noch offiziell registrierte Terminals funktionieren. Alle anderen werden der Maßnahme zufolge deaktiviert. Diese technischen Gegenmaßnahmen sollen eine unbefugte Nutzung durch russische Unternehmen verhindern. Dadurch kam es offenbar zu großen Ausfällen – vor allem an der Front, wo russische Truppen über diese Satellitenverbindungen kommunizierten und sich auf Angriffe vorbereiteten.

    Kaderführung „zusammengebrochen“

    Ukrainische Militärberater und regierungsnahe Quellen bezeichneten den Ausfall russischer Einheiten als „Katastrophe“. Der stellvertretende Berater des Verteidigungsministers schrieb in den sozialen Medien, die Führung der Truppe sei weitgehend zusammengebrochen und die Angriffe seien in vielen Sektoren eingestellt worden.

    Analysen unabhängiger Beobachter bestätigen, dass moderne Befehls- und Kontrollprozesse – wie die Koordination von Drohnen, Artillerie und Sichtlinienkommunikation – ohne Starlink-Kommunikation deutlich schwieriger wären. Russische Einheiten waren gezwungen, sich auf langsamere, empfindlichere Systeme wie Funkgeräte, lokale LTE-Netzwerke oder improvisierte Verbindungen zu verlassen, was die Effizienz und Geschwindigkeit der Einsätze verringerte.

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    Der russische Militärblogger Roman Saponkov berichtete am Donnerstagmorgen (5. Februar) auf seinem Telegram-Kanal, dass „ausnahmslos“ alle Vorwärtsdivisionen nicht mit Starlink verbunden seien. Der Telegram-Kanal „Zwei Major“ postete, dass es derzeit „keine Alternative“ zu Starlink gebe. Und ein anderer Kreml-Propagandist fasste zusammen: „Die ukrainischen Streitkräfte und Musk haben die Umstände geändert und versuchen nun, das russische Militär von der ukrainischen Grenze fernzuhalten. Es scheint, dass ihnen das gelingt. Starlink ist ein Supernetzwerk. Diese Satelliten machen 65 Prozent aller künstlichen Satelliten auf der Erde aus. Der Kampf geht weiter.“

    Ukrainische Geräte sind ebenfalls deaktiviert

    Es gab auch Berichte über vorübergehende Verbindungsprobleme auf ukrainischer Seite, da sogar legitime ukrainische Geräte deaktiviert wurden, wenn sie nicht rechtzeitig auf die Whitelist gesetzt wurden.

    Für die ukrainische Seite überwiegen jedoch die strategischen Vorteile: Die Maßnahme verringert das Risiko, dass Russland wertvolle Kommunikations- und Drohnenkontrollkanäle nutzt. Die Ukraine bleibt stark von Starlink abhängig – sei es für militärische Kommunikation, operative Koordination oder zivile Infrastruktur in umkämpften Regionen.

    Moderne Kriegsführung

    Die jüngsten Starlink-Sanktionen zeigen, wie zentral fortschrittliche Daten- und Internetverbindungen für die moderne Kriegsführung geworden sind. Während Russland versucht, eigene Systeme zu entwickeln oder auf ältere Technologien zurückzugreifen, wächst der Druck auf Kiew, sich alternative Kommunikationslösungen zu sichern, um nicht einseitig von einem einzigen externen Anbieter abhängig zu sein.

    Die aktuelle Situation hat auch politische Implikationen: Sie unterstreicht die Bedeutung westlicher technologischer Unterstützung, die über die Lieferung konventioneller Waffen hinausgeht, und wirft Fragen nach langfristigen Strategien für widerstandsfähigere Kommunikationsnetze in Konfliktgebieten auf.

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