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Steuerbetrug: Bekämpfung der organisierten Quittungslotterie

    Steuerbetrug: Bekämpfung der organisierten Quittungslotterie

    Gutscheinlotterien des Bundes stoßen in den Beurteilungen auf Widerstand und teilweise auf Ablehnung. Auch das Land Oberösterreich und das Land Tirol fordern die Koalition auf, das Projekt „komplett aufzugeben“. Kritik kommt auch von Wirtschaftsverbänden.

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    Die Lotterie soll im Oktober starten. Quittungen fungieren als Lottoscheine; Einmal im Monat werden 100 Gewinner ausgelost, die jeweils 2.500 Euro erhalten. Nach dem Entwurf des Finanzministeriums können an zwei Terminen im Jahr vier Hauptpreise im Gesamtwert von 250.000 Euro verlost werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund vier Millionen Euro.

    Ein internationales Vorbild

    Genau das beklagen Oberösterreich und Tirol. Bei Haushaltsengpässen können Steuermittel in dieser Höhe nicht für die Lotterie ausgegeben werden. „Dies ist vermutlich kein Vorgehen, das dem Grundsatz der sparsamen, sparsamen und gerechten Mittelverwendung entspricht“, heißt es in der Stellungnahme des Oberösterreichs.

    Der Zweck einer solchen Lotterie besteht darin, Steuerhinterziehung zu verhindern und einen Anreiz für die Erfassung von Bargeldtransaktionen in Registrierkassen zu schaffen. Die Kammer der Steuerinspektoren weist in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass solche Lotterien bereits in einigen anderen Ländern wie Brasilien, Kroatien, Polen, Portugal und der Tschechischen Republik durchgeführt würden, in Georgien jedoch verboten seien. „Der Erfolg einer Quittungslotterie ist schwer zu messen, da Veränderungen im Steueraufkommen auf viele verschiedene Faktoren zurückzuführen sind.“

    Gefahr der Enttäuschung und des Vertrauensverlusts

    Auch die Handelskammer mangelt an empirischen Belegen für die Wirksamkeit von Quittungslotterien und gibt ebenso wie der Industrieverband eine negative Stellungnahme ab. Die Handelskammer warnt davor, dass Lotterien auch das Risiko eines „nachhaltigen Vertrauensschadens“ bergen. „Diese Maßnahme könnte den Eindruck erwecken, dass Steuerunehrlichkeit ein weit verbreitetes Problem sei.“

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    Doch die Kritik ist nicht einheitlich. Die Länder Wien und Vorarlberg erhoben keine Einwände und die Arbeiterkammer begrüßte den Schritt. Der Rechnungshof ist zurückhaltend, kritisiert aber die fehlenden Informationen über die Kosten des Verfahrens. Der Plan, Quittungen für Rafale vollständig digital über eine Finanz-Online-Anwendung zu versenden, wurde unter anderem vom Behindertenrat und dem Ombudsmann kritisiert.

    Auch die Steuerberaterkammer weist darauf hin, dass der aktuelle Entwurf potenzielle Fehlanreize enthält. Kunden können ihre Einkäufe bewusst „bündeln“, um mehr Belege – und damit eine größere Gewinnchance – zu generieren. Laut Chambers können solch kleine Berechnungen das System überlasten.

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