Dienstag ist großer österreichischer Tag im Linz Design Center: Neben Lili Tager, die auf die Spanierin Paula Badosa trifft, bestreiten auch Julia Graber (gegen den philippinischen Shootingstar Alex Ila) und Sinja Krause (gegen die Rumänin Sorana Cirstia) ihre Erstrundenspiele. Einzig Neo-OTV-Ass Anastasia Potapova startet am Mittwoch gegen die Chinesin Zhang Shuai bei den „Upper Austria Ladies“ und hat zumindest auf dem Papier die besten Chancen auf ein Weiterkommen.
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Für Graber ist es der zehnte Auftritt in der Donaustadt. Der gebürtige Vorarlberger hat noch nie ein Spiel bei einem Major gewonnen; Letztes Jahr verlor sie gegen Potapova (ebenfalls eine Russin) 2:6, 2:6. „Dieses Jahr findet das Turnier zum ersten Mal auf meinem Lieblingsbelag Sand statt. Ich habe mich gut vorbereitet und bin guter Dinge“, sagt die Dornburnerin, die wegen einer Muskelzerrung in der Wade erst seit zwei Wochen wieder voll im Training ist. „Deshalb habe ich immer noch das Gefühl, dass es mir an Spielpraxis fehlt.“
„Mehr Mädchen animieren“
Dass in diesem Jahr gleich vier Österreicherinnen im Hauptbewerb dabei sind, ist laut der 29-Jährigen ein großer Gewinn für den heimischen Tennissport: „Und ich hoffe, dass wir noch mehr Mädchen dazu ermutigen können, den Profiweg einzuschlagen.“ Darüber hinaus führe eine hohe Dichte an Topspielern zu einem fruchtbaren internen Wettbewerb: „Es sorgt für zusätzlichen Druck, bis an die Grenzen zu gehen.“ Mit Platz 89 im WTA-Rechner aktuell die Nummer eins in Österreich, hat Graber für ihre elf Jahre jüngere Landsfrau Tager nur positive Worte übrig: „Lily spielt für ihr Alter unglaublich gut. Man sieht, wo sie steht und was sie in den letzten Monaten erreicht hat. Ich denke, sie kann es weit bringen, aber sie muss hart arbeiten und sich viel anstrengen.“
Krause hat dieses Jahr zum ersten Mal die Top 100 geknackt, wenn auch nur für kurze Zeit. „Das war ein großes Ziel, das ich mir gesetzt habe. Jetzt habe ich es geschafft und weiß, dass ich es wieder schaffen kann. Das Ziel ist natürlich, langfristig dabei zu sein und Grand Slams spielen zu können“, sagt die aktuelle Nummer 119, die bereit ist, morgen ihren Gegner herauszufordern: „Er ist ein guter, erfahrener Spieler, der seine letzte Saison auf Tour spielt. Ich habe beschlossen, ihn schnell nach Hause zu schicken.“
Krause ist weniger glücklich über den neuen Termin des Linz-Turniers, der mit der Billie-Jean-King-Cup-Woche kollidiert. „Es ist schade, dass wir eine Entscheidung treffen mussten. Aber in diesem Fall steht die eigene Karriere an erster Stelle und der ÖTV hat dafür volles Verständnis.“ Wie Graber hebt auch der 23-Jährige, der mit dem Deutschen Alexander Grau einen neuen Trainer hat, die hohe Dichte an ÖTV-Topspielern positiv hervor: „Es tut uns allen gut, wir pushen uns gegenseitig, aber wir kommen gut miteinander klar.“
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