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Trotz einer Kopfverletzung! Der DFB-Star besiegt die HSV-Frauen im Alleingang

    Trotz einer Kopfverletzung! Der DFB-Star besiegt die HSV-Frauen im Alleingang

    Nationalspielerin Laura Freigang erzielte gegen den HSV drei Tore. Foto: imago/Jan Hübner

    Trotz einer Kopfverletzung! Der DFB-Star besiegt die HSV-Frauen im Alleingang

    Am Ende war DFB-Star Laura Freigang zu groß für die HSV-Frauen. Der Nationalspieler und Kapitän von Eintracht Frankfurt machte die Hoffnungen der Hamburger auf eine weitere Überraschung fast im Alleingang zunichte. Beim 1:4 (0:1) in Frankfurt hätte der HSV beinahe die nächste Spitzenmannschaft der Bundesliga bezwungen – am Ende musste er aber mit einer klaren Niederlage und mit leeren Händen nach Hause zurückkehren. Und das verärgerte die Hamburger.

    „Wir hatten schon beschlossen, etwas zu bekommen, das zählt“, sagte HSV-Torhüterin Lea Paulik nach der Niederlage. Natürlich wusste sie auch, dass ihre Mannschaft gegen Frankfurt, das in der Bundesliga auf dem dritten Platz liegt und um einen Platz im Europapokalfinale am Mittwoch kämpft, ein klarer Außenseiter war. Doch insgeheim hofften die Hamburger auf die nächste Überraschung. Schließlich hat der HSV erst vor wenigen Wochen mit dem sensationellen 4:0-Sieg in Hoffenheim bewiesen, dass er dazu in der Lage ist. Und er hat es auch kurz in Frankfurt versucht.

    Laura Freigang geht gegen den HSV in Führung

    Es bedurfte eines wuchtigen Distanzschusses des überragenden Freigangs, um die zunächst sehr kompakte Hamburger Abwehr zu durchbrechen. In der ersten Halbzeit gelang es den HSV-Frauen, der Favoritin um die neue Pinneberger Nationalspielerin Jella Veit große Probleme zu bereiten. Erst Freigangs abgefälschter Schuss aus 25 Metern (29.) brachte Frankfurt in einer ansonsten ereignislosen Begegnung in Führung. „Wir haben in der ersten Halbzeit eine unglaubliche Defensivleistung gezeigt“, lobte Trainerin Lise Brancao. Der knappe Rückstand zur Pause „sollte nicht so sein“, sagte sie, denn „wir waren heute defensiv sehr diszipliniert. Und das nehmen wir mit.“

    Die Auswärtsgruppe der HSV-Fans sorgte für tolle Stimmung in Frankfurt.

    Die Mannschaft belohnte sich und die knapp 100 mitgereisten HSV-Fans, die bereits kurz nach der Halbzeit für tolle Stimmung im Gästeblock des idyllischen Brentanobad-Stadions sorgten. Camila Linberg erzielte mit einem fantastischen Freistoß ins obere Eck den Hamburger Ausgleich (54.) – und plötzlich war wieder Hoffnung da, dass daraus vielleicht noch etwas werden könnte. „Wir spielen hier schon lange gegen Frankfurt“, sagte Paulik. „Vor allem die Entschädigung hat eine neue Energie in uns entfacht.“

    Freigang spielte gegen den HSV mit einer Schnittwunde am Auge

    Aber Laura hatte heute Nachmittag noch mehr Energie. Und das, obwohl die 28-Jährige mit einer Kopfverletzung spielt – in der Aufholjagd gegen Hoffenheim am Mittwoch (2:0) kollidierte sie mit ihrer DFB-Teamkollegin Celina Cerci und zog sich eine Schnittwunde unter dem linken Auge zu. Aber sie entschied sich, keine Maske zu tragen. „Sie ist gesund“, sagte Eintracht-Trainer Nico Arnautis über Freigang, der selbst sagte: „Wenn man bedenkt, dass es vor drei Tagen passiert ist, sieht es wirklich großartig aus.“

    Laura Freigang verletzte sich am Mittwochabend am Auge, zeigte drei Tage später gegen den HSV aber vollen Einsatz.

    Fast so toll, wie Frankfurt auf dem Feld gezeigt hat. Der Ausgleich war ein Weckruf für die Lady Eagles, die – genau wie die Männer am Sonntag (15.30 Uhr) in Mainz – ein spezielles Anti-Rassismus-Spieltagstrikot trugen. Die logische Konsequenz: Nur fünf Minuten später ging die Eintracht erneut in Führung. Und natürlich drückte Freigang im Fünfmeterraum erneut gekonnt eine Flanke über die Linie (59.).

    Frankfurt steigert seine Einnahmen weiter

    Spätestens jetzt und mit der Einbeziehung weiterer (ehemaliger) Nationalspielerinnen wie Nicole Anyomi und Sarah Doorson haben die Frankfurterinnen ihre ganze individuelle Qualität gezeigt. Elisa Senß, ebenfalls Mitglied des DFB-Kaders, erhöhte kurz darauf mit einem Elfmeter (70. Minute/Foul von Schulz an Blomqvist) – wenn auch umstritten. „Das ist kein Elfmeter für mich“, sagte Brancao wütend. „Sie rutscht eindeutig aus. Ich rede nicht gern gegen die Schiedsrichter, aber es ist schade, wenn es knapp wird und sich solche Entscheidungen auf das ganze Spiel auswirken. Meine Spieler benehmen sich einfach zu brav und beschweren sich nie bei den Schiedsrichtern, deshalb ist es leicht, so etwas gegen uns zu pfeifen.“

    Nach der 1:4-Niederlage bedankten sich die HSV-Frauen bei den vielen mitgereisten Fans.

    Nur wenige Augenblicke später (71./80.) verhinderte HSV-Keeper Paulik, dass es für die Hamburger nun völlig erschöpft aussah. Doch der Schlusspunkt gehörte wieder Freigang, die mit ihrem dritten Tor (85.) den 4:1-Endstand herstellte – und nach dem Schlusspfiff ihren Hattrick feierte: „Ich fühle mich so gut!“

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    Und dem HSV im Kampf um den Klassenerhalt schaden? Das geht nicht, erklärt Paulik. „Unter dem Strich ist das Ergebnis etwas zu hoch, aber wir geben den Abstiegskampf nicht auf“, sagte sie über den immer noch drei Punkte Vorsprung auf die SGS Essen, die am Freitagabend beim FC Bayern München mit 0:5 verlor. Dennoch: „Wir alle wissen, dass der HSV ein Verein ist, der einfach in die erste Liga gehört. Ich glaube fest daran, dass wir das schaffen werden.“

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