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U17-Teamchef Hermann Stadler: So hat er Österreich zum Erfolg geführt

    U17-Teamchef Hermann Stadler: So hat er Österreich zum Erfolg geführt

    Es kommt nicht oft vor, dass sich Österreich für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Der historische Erfolg der A-Nationalmannschaft wurde am vergangenen Dienstag gebührend gefeiert. Allerdings ist es noch seltener, dass die österreichische Nationalmannschaft das Viertelfinale der Weltmeisterschaft erreicht. So auch bei der U17-Weltmeisterschaft in Katar, wo Österreichs Nachwuchs heute (13.30 Uhr, Sky live) gegen Japan um den Einzug ins Halbfinale antritt.

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    Der Architekt des Erfolgs ist Hermann Stadler. Der 64-Jährige schaffte es, das jugendliche Publikum bei Laune zu halten, schulische und persönliche Probleme anzugehen und am X-Day das Beste aus jedem Spieler herauszuholen. Vor mehr als zehn Jahren erzählte der Salzburger, dass junge Menschen „ganz anders aufgewachsen sind als wir. Wir kamen von der Schule nach Hause, erledigten eine Aufgabe und gingen dann auf den Platz, sie spielten Computer und Fußball, bis es dunkel wurde. Telefon.“ Es ist klar, dass sich bis heute nichts geändert hat. Und dennoch: Stadler hält seine Jungs im Zaum. „Ich mag es, von jungen Leuten umgeben zu sein. Das hält mich jung“, sagt der Teamchef.

    Der ehemalige Austria-Salzburg-Profi ist seit über 20 Jahren als Nachwuchsteammanager beim ÖFB tätig. „Auch von den Spielern kann ich viel lernen.“ Denn: Junge Spieler sind heute neugieriger denn je. „Sie wollen mehr wissen, sich stärker engagieren. Der Fußball hat sich in diesen 20 Jahren stark verändert und weiterentwickelt.“ Das Besondere an der Arbeit als U17-Trainer ist, dass der Erfolg der Mannschaft nicht im Vordergrund stehen sollte. „Aber die Entwicklung der Spieler. Sie sollen später einen Platz in der Bundesliga oder der A-Nationalmannschaft finden.“

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    Noch besser ist es, wenn trotz der Entwicklungsziele die Ergebnisse gut sind und man als U17 in der Woche des größten Erfolgs der A-Nationalmannschaft in diesem Jahrtausend viel Aufmerksamkeit bekommt. Das aktuelle U17-Team ist seit über einem Jahr ungeschlagen und dürfte dies auch gegen die Japaner bleiben. Das Erreichen des Viertelfinales der Weltmeisterschaft ist bereits historisch. Stadlers späterer Eintrag in das österreichische Fußball-Geschichtsbuch.

    Als Spieler wurde er erstmals in den 1990er Jahren erwähnt. Im April 1994 erzielte er im Rückspiel des UEFA-Pokal-Halbfinales der Salzburger in Karlsruhe ein Tor und brachte die Österreicher in Führung. Mit dem Endstand 1:1 gelangten die Österreicher ins Finale, wo sie Inter Mailand knapp unterlagen. „Meine Tochter Nadine, die damals erst vier Jahre alt war, sagte vor dem Spiel, ich solle für sie punkten. Dass es mir tatsächlich gelungen ist, war wie ein Märchen.“ Für Oberndorfer war es das wichtigste Ziel seiner Karriere „100 Prozent“, bei dem er dreimal österreichischer Meister wurde. Nun ist der WM-Titel nicht mehr weit entfernt. „Hätte man mich vor einem Jahr gefragt, ob wir uns überhaupt für die WM qualifizieren würden, hätte ich gesagt, wir haben keine Chance.“

    Begründung der Aussage: Kaum Relevanz für das eigene Spiel. Doch das hat sich in den letzten Monaten durch eine Mischung aus Talent und gezielter Arbeit geändert. Denn Stadler hatte den Mut, sich dem Spielstil seiner Mannschaft anzupassen. „Jetzt spielen wir mutiger, aggressiver.“ Dabei spielt es keine Rolle, wie der Gegner heißt. Das bekamen auch die favorisierten Engländer mit dem 4:0-Sieg im Achtelfinale zu spüren. Wie weit die Reise Katars gehen wird, ist ungewiss. Fakt ist jedoch, dass es viele Augenpaare auf Stadlers Team gibt. Danke Trainer.

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