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Ungebremster Fan-Boom? Auf diese Zahlen setzen die HSV-Bosse

    Ungebremster Fan-Boom? Auf diese Zahlen setzen die HSV-Bosse

    Der Finanzchef mit dem Planungsteam des HSV: Eric Heuer (links) und Klaus Costa Foto: WITTERS

    Ungebremster Fan-Boom? Auf diese Zahlen setzen die HSV-Bosse

    Nicht nur die letzte Woche vorgelegten Finanzzahlen für das Geschäftsjahr 2024/25 sind brillant – auch die HSV-Bosse sind zuversichtlich, dass sich der positive Trend bei Kohle fortsetzen wird. Mit der Zwischenbilanz nach dem ersten Quartal, das am 31. Oktober endete, ist Eric Heuer jedenfalls zufrieden. Und das liegt nicht zuletzt am scheinbar unbändigen Fan-Boom.

    Wie stolz der HSV auf seine Zuschauerzahlen ist, zeigt der Jahresabschluss 2024/25. Darin gibt der HSV an mehreren Stellen an, dass in der vergangenen Saison mit einem Zuschauerschnitt von 56.324 erneut ein neuer Rekord für ein Heimspiel aufgestellt worden sei. Damit liegt „die Auslastung des Stadions bei beeindruckenden 98,8 %“, wie es auf Seite 23 des Berichts heißt. Und Seite 29 bekräftigt, dass diese historischen Aufzeichnungen das „anhaltend hohe Faninteresse“ an Spielen im Volkspark belegen.

    HSV freut sich über „extrem hohes Niveau“

    Darüber hinaus verzeichnete der Verein aufgrund des großen Zustroms der Fans in die HSV-Halle während der Aufstiegssaison zum vierten Mal in Folge einen finanziellen Gesamtüberschuss, diesmal in Höhe von 4,4 Millionen Euro. Auch wenn die Einnahmen aus dem Spielbetrieb (44,4 Mio. Euro) nicht ganz an die der Vorsaison 2023/24 (48,5 Mio. Euro) heranreichen, konstatiert der HSV auf Seite 26, dass „das Zuschauerinteresse weiterhin äußerst hoch“ sei. Die Frage ist: Wohin führt das?

    Die Fans von XV auf der Nordtribüne

    Nach Angaben von MOPO rechnet der HSV in der laufenden Bundesliga-Saison mit durchschnittlich 53.000 bis 54.000 Besuchern pro Heimspiel. Das klingt vorsichtig und sogar pessimistisch, wenn man bedenkt, dass alle fünf Spiele der Saison bisher vor maximal möglichen 57.000 Fans ausgetragen wurden. Intern wird die Note im Wert von rund 53.500 als fett beschrieben. Denn: Dass die Spiele mit dem 1. FC Heidenheim (2:1) und dem VfL Wolfsburg (0:1) vor ausverkaufter Halle ausgetragen werden, konnten die Planer vor der Saison nicht ahnen. Doch so kam es – trotz der nicht besonders großen Fangemeinde dieser Gastvereine.

    53.500 Zuschauer bei einem Heimspiel? Der HSV rechnet vorsichtig

    Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass der Hype um die Tickets bald nachlassen wird. Im Gegenteil: Das Nordderby gegen Werder Bremen (7. Dezember) war sofort ausverkauft, ebenso wie alle zunächst verfügbaren Tickets für das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Holstein Kiel (3. Dezember). Auch die Spiele gegen den VfB Stuttgart (30. November) und Eintracht Frankfurt (20. Dezember) werden vor 57.000 Zuschauern ausgetragen. Eines ist jedoch klar: Sportliche Krisen müssen nicht zwangsläufig auftreten, sie können sich jedoch im Verlauf der Saison auf die Auslastung der Arena auswirken. Weniger attraktiv dürfte auch das erste Heimspiel des neuen Jahres gegen Bayer 04 Leverkusen am Dienstag um 20.30 Uhr werden – was den HSV-Fans aber egal sein dürfte.

    Umso mehr sind die Chefs um Finanzvorstand Heuer von den konstant hohen Zuschauerzahlen im Quervergleich beeindruckt. So kamen in Spiel 7 zum Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (4:0) 57.000 Menschen – beim letzten Bundesligaspiel gegen Rheinland-Pfalz waren es gut 10.000 Fans weniger: Am 3. März 2018 kamen nur 46.739 Fans in den Volkspark, um das schleppende 0:0 zwischen HSV und 05 zu verfolgen. Diese Entwicklung zeigt, dass Hamburg in den letzten Jahren viel richtig gemacht hat, um mehr Besucher in sein Stadion zu locken.

    Der HSV hofft auf weitere DFB-Pokalduelle im Volkspark

    Doch die Verantwortlichen tun gut daran, den Boom nicht als selbstverständlich hinzunehmen. Im Prognosebericht für das neue Geschäftsjahr 2025/26 der HSV Fußball AG & Co. KGaA heißt es auf Seite 30: „Das Unternehmen geht davon aus, dass die Zuschauerzahlen stabil auf hohem Niveau bleiben.“ Und natürlich hoffen Huwer und Co. nach der Kiel-Begegnung auf weitere Pokalspiele zu Hause, die den HSV auch finanziell freuen würden.

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    Dennoch wird bewusst vorsichtig gerechnet – so dass Sie am Ende eher eine positive als eine schlechte Überraschung erleben werden. Klar ist schon jetzt: Der Zuschauerschnitt der letzten kompletten Bundesliga-Saison 2017/18 (damals 50.768 Fans pro Heimspiel; Auslastung 88,8 Prozent) wird übertroffen. Sicher.

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