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Verlängerung möglich: Minister Bauer warnt vor Beamtenmangel

    Verlängerung möglich: Minister Bauer warnt vor Beamtenmangel

    Aufgrund der demografischen Entwicklung droht langfristig ein Rückgang der Zahl der Beamten. Um dies zu verhindern, will ÖVP-Beamtenministerin Claudia Bauer (ehemals Plakom) „an den Stellschrauben drehen“, wie sie am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit gemeinnützigen Organisationen im Bundeskanzleramt ankündigte. Nach der Einstellungsdebatte strebt Bauer außerdem eine Verlängerung des Zivildienstes auf maximal ein Jahr und eine Ausweitung der Zusatzausbildung für Zivildienstleistende an.

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    Bauer warnte davor, dass sinkende Geburtenraten und eine alternde Bevölkerung zu einem stetigen Rückgang der Zahl der Beamten führen und das System aus dem Gleichgewicht bringen könnten. Im Jahr 2007 wurden 34.000 Jungen mit österreichischer Staatsbürgerschaft geboren, im Jahr 2025 waren es nur 30.000. Geht man davon aus, dass sich die Hälfte der Wehrpflichtigen für den Zivildienst entscheidet, könnte es nach Berechnungen des Ministers in Zukunft rund 2.000 Zivildienstleistende weniger geben. Gleichzeitig steigt der Bedarf an öffentlichen Dienstleistungen aufgrund einer alternden Bevölkerung – zwischen 2005 und 2025 wurde ein Anstieg von rund 25 Prozent verzeichnet.

    Unterstützung für gemeinnützige Organisationen

    Von den knapp 15.000 Zivildienstleistenden arbeiteten im Jahr 2025 etwa 39 Prozent im Rettungsdienst, etwa ein Viertel in der Sozial- und Behindertenhilfe. Künftig würden etwa 800 Beamte im Rettungsdienst und rund 500 in der Alten- und Behindertenhilfe fehlen, sagte Bauer. Der Erwerb weiterer Qualifikationen und Schulungen sollte ausgeweitet werden. Ebenso wie es bereits die Möglichkeit einer Ausbildung zum Rettungssanitäter im Rettungsdienst gibt, soll ein einjähriger Zivildienst auch dafür sorgen, dass Zivildienstleistende in der Sozial- und Behindertenhilfe eine Unterstützungsausbildung absolvieren können, die ihnen im späteren Berufsleben weiterhilft.

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    Bauer hofft, dass dadurch der soziale Nutzen der gemeinnützigen Arbeit erhöht wird. In Zahlen beträgt dieser nach Abzug der Kosten derzeit 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Wie von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) erwartet, geht Bauer davon aus, dass es „im Herbst“ zu einer Volksabstimmung über die Ausweitung der Wehrpflicht kommen könnte. Philipp Narval, Generalsekretär der Lebenshilfe, und Peter Kaiser, stellvertretender Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, unterstützten Bauers Forderungen und sprachen sich sogar für eine Verlängerung um ein Jahr aus. Auf Nachfrage sagte Kaiser, er wolle „so schnell wie möglich eine Entscheidung treffen, die uns Klarheit verschafft.“

    Bauers Reformvorhaben erhielten von der Servicestelle Internationale Freiwilligenarbeit wenig Unterstützung. In der Aussendung äußerte WeltWegWeiser Bedenken, dass Bauer die Möglichkeit ausschließen wolle, ein Freiwilliges Soziales Jahr als bürgerliche Wahlleistung zu betrachten. Der Minister hatte zuvor erklärt, er könne sich Änderungen vorstellen, um ein freiwilliges soziales Jahr als gemeinnützige Arbeit anzuerkennen.

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