...
Skip to content

Vier Optionen: Wie St. Pauli Irvine gegen die Bayern ersetzen kann

    Vier Optionen: Wie St. Pauli Irvine gegen die Bayern ersetzen kann

    St. Pauli-Kapitän Jackson Irvine kann seine Mannschaft gegen die Bayern nur moralisch unterstützen. Foto: WITTERS

    Vier Optionen: Wie St. Pauli Irvine gegen die Bayern ersetzen kann

    Die sportliche Herausforderung könnte nicht größer sein – und dann fehlt der Kapitän. Trotz der schmerzhaften Gelb-Rot-Sperre von Jackson Irvine wird der FC St. Pauli am Samstagabend (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) nicht ohne Kopf oder ohne Anführer in sein bestes Spiel gegen Rekordmeister und Spitzenreiter Bayern München gehen, doch die Frage, wie der Ausfall des Mittelfeldspielers und Anführers kompensiert werden kann, ist ebenso schwierig wie entscheidend. Aufgrund zusätzlicher Rückschläge gibt es keine einfache Antwort, sondern mehrere Optionen, die alle mit Mängeln behaftet sind. Zaubert der Trainer eine Überraschung?

    Es gibt einen Bestseller, der auch verfilmt wurde und derzeit erfolgreich im Kino läuft. Titel: „Oh, diese Lücke, diese schreckliche Lücke.“ Das beschreibt nahezu perfekt die personelle Situation bei den Kiezkickern sowie die Probleme, Gedanken und Fragen, die Alexander Blessin derzeit im Kopf herumschwirren.

    Diese schreckliche Lücke besteht im zentralen Mittelfeld, weil neben Irvine der gesunde, zweikampfstarke und sehr stabile James Sands (Saisonausfall) sowie Eric Smith (Wadenmuskelverletzung), der auch eine logische und starke Alternative für die Sechserposition als Chef der Abwehr wäre, schon lange nicht mehr zur Verfügung stehen. Wieder einmal wird deutlich, wie sehr sich die längere Abwesenheit von Sands auf das Team auswirkt.

    Blessin über Irvine: „Es ist klar, dass Jacko vermisst wird“

    Was zu tun ist „Natürlich wird Jacko fehlen“, sagte Blessin in der Einleitung zum Heimspiel. „Seine Spielweise ist durch nichts zu ersetzen. Wir müssen die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen.“ Das gilt auch für die Kommunikation auf dem Rasen. Zumal Smith, ein weiterer Redner, fehlt. Wieder einmal ist Hauke ​​Wahl gefragt, Anführer sowieso, aber er kann nicht alles ertragen. Schließlich war er gegen die Bayern als Spieler gefordert, nicht als Podcaster.


    WochenMOPO – neu ab Freitag und Zeitungen gibt es überall!
    Diese Woche unter anderem mit diesen Themen:

    • Alarm, Schmutz, Chaos: Feuerwehrmann über die dramatischen Zustände in Flüchtlingsunterkünften
    • Ticket bitte: Welche Stationen werden am häufigsten überprüft?
    • Feuerdrama: Die Rolle der Toilettenschüssel bei der Rettung der Familie
    • Große Ergänzung zum Puzzle: Rätselspaß für die ganze Woche
    • 16 Seiten Sport: HSV-Juwel Baldé im Fokus und Sky-Kommentator zum Abstiegskampf St. Pauli
    • 28 Seiten Plan 7: Eine Ausstellung wie „Tauchen“ und spannende Arbeit in den Kammerspielen

    Option eins: Blessin entzieht Joel Chima Fujita seine neue Angriffsrolle in der Doppelsechs, der eigentlichen Position des japanischen Nationalspielers. Vorteil: Fujita kennt die Aufgabe, ist zweikampfstark, aggressiv und gut in der Balleroberung, was die Spezialität von Sands ist. Nachteil: Er ist nicht kopfballstark und auch seine Offensivqualitäten würden der Mannschaft in der Offensive fehlen, wie auch Blessin äußerte.

    Fujita, Metcalf oder Sinani als Irvines Ersatz?

    Option zwei: Conor Metcalfe, der während der Länderspielphase im März im defensiven Mittelfeld der australischen Nationalmannschaft spielte, erhält als Ersatz für seinen Landsmann Irvine eine lang ersehnte Chance auf einen Einsatz in der Startelf. Dies wäre eine Option, die möglichst wenige Wechsel oder Rotationen mit sich bringen würde, allerdings wären Metcalfe und Rasmussen von ihrer Spielweise her ein sehr angriffsorientiertes Tandem, mit vielen Fragezeichen, wenn es um ihre Stärke im Zweikampf und vor allem ihre defensive Kopfballstärke geht.

    Option drei: Das Gleiche gilt für die Möglichkeit, dass Danel Sinani weit von seiner Angriffsposition als Stürmer entfernt wird. Der luxemburgische Nationalspieler kann im zentralen Mittelfeld spielen, dann aber auch in einer offensiven Rolle – wie in der Hinrunde auswärts in Frankfurt (0:2), als Partner des defensiveren Fujita. Sinani kann auch am Ball sehr toxisch sein, aber ihn die Doppelsechs mit Rasmussen spielen zu lassen, wäre eine äußerst offensive und mutige Option. Und: Sinani hätte vorne gefehlt.

    Schiedsrichter Tobias Welz schickte St. Paulis Anführer Jackson Irvine zum Duschen.

    Vierte Option: Ein Verteidiger wird zusammen mit dem starken Mathias Rasmussen in die zweite Sechs gestellt. Hauke​​​​​Wahl hat in seiner Karriere bereits ein, zwei Mal vor der Kette gespielt, aufgrund der Verletzung von Smith wird er jedoch als Defensivführer im Zentrum der Kette benötigt und darüber hinaus ist im Zentrum des Mittelfelds ein enormer Arbeitsaufwand zwischen den beiden Strafräumen und ein hohes Tempo im Laufduell mit dem Gegner im Freien nötig. Nicht unbedingt Wahls Spezialität, aber er beeindruckt eher durch sein Positionsspiel und seine klugen Tacklings. Aber die Wahl ist in der Kette zu wichtig.

    Blessin: „Da würde ich Hauke ​​nicht rausnehmen“

    „Da würde ich Hauke ​​nicht mitnehmen“, sagt Blessin mit Blick auf den Innenverteidiger. Sinnvoller ist es, den Defensiv-Allrounder Adam Dzigala in den Top Sechs aufzustellen. Dort wäre der Pole möglich, so der Trainer. Der dienstälteste Spieler von St. Pauli ist lauf- und angriffsstark genug, begeht aber auch immer wieder unnötige Fouls und Stellungsfehler. Karol Metz bestritt während seiner Profikarriere 31 Spiele im defensiven Mittelfeld, zuletzt jedoch 2022 für den FC Zürich und nur zwei Spiele. Der Este wird als linker Fuß in der Kette benötigt; alles andere würde dort eine neue Lücke schaffen.

    Mehrere Optionen, aber keine klare Lösung, die auf der Hand liegt oder auf den ersten und zweiten Blick gut aussieht und ohne weitere Mängel oder Bedenken gewählt werden kann, was auch Blessin deutlich machte – schon gar nicht gegen eine Mannschaft wie Bayern München. Sein schelmisches Grinsen öffnet die Tür für eine überraschende Wendung. Wie gut oder zumindest zufriedenstellend die Lösung des Lochs, wie auch immer es heißt, ausfällt, wird sich erst nach dem Schlusspfiff zeigen.

    Source link

    SEE ALSO  Eishockey: Sieg in Wien! Die Graz 99ers spielen in der Champions Hockey League