Bevor das Springer-Spektakel in Innsbruck begann, erwärmten 21.500 Fans im ausverkauften Bergisel-Kessel ihre Stimmen beim Dauerbrenner „Griechischer Wein“. Währenddessen dachten die Leute im Domain-Privacy-Camp wahrscheinlich schon darüber nach, den Champagner kalt zu stellen. Und nach dem Sprung in die Tiroler Landeshauptstadt ist es so gut wie sicher, dass die Slowenen am Dienstag beim Tour-Finale in Bischofshofen (dort findet am Montag ab 16:30 Uhr das Qualifying statt) die Korken knallen lassen können.
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Weil der Gesamtsieg dem 26-Jährigen mit einem Vorsprung von 41,4 Punkten (das sind fast 13 Meter) auf Jan Horl nicht mehr genommen wird, ist der Rückstand schon zu groß, um zu Epiphany aufzuholen. Der Jubel wurde jedoch etwas gedämpft, da Privsi nach seinen Siegen in Oberstdorf und Garmisch mit dem zweiten Platz einen möglichen Grand Slam in Innsbruck verpasste. „Heute war ich etwas nervös. Deshalb bin ich froh, dass ich es zumindest auf den zweiten Platz geschafft habe. Jetzt möchte ich entspannen und alles genießen, was kommt“, sagte Prevac, der sich zum Ziel gesetzt hat, am Ende des Jahres erst der zweite Slowene nach seinem Bruder Peter (2015/16) zu werden, der das Skisprungspektakel gewinnt.
Am Ende fehlten dem Saisonsieger nur 0,5 Punkte auf den Japaner Ren Nikaido, der am Bergisel seinen ersten Weltcupsieg feierte. Dritter wurde der Österreicher Stefan Embacher mit 0,2 Punkten Rückstand. Nach dem ersten Durchgang, teilte Nikaido mit („Ich habe nicht viel nachgedacht, ich bin so viel gesprungen, wie ich konnte und jetzt bin ich ganz zufrieden“), war ÖSV-Team Bambi im Endergebnis nur noch einen halben Meter von der Erfüllung ihres Traums vom ersten Sieg entfernt. Aber eines ist klar: Für Brixentaller ist es nur eine Frage der Zeit, bis er auf das oberste Podest springt.
Und vielleicht kommt es für Embacher schon in Bischofshofen: „Es war ein Mega-Tag für mich. Vor diesem Publikum aufs Podium zu springen, ist riesig. Leider bin ich im zweiten Durchgang etwas zu spät gekommen. Aber ich weiß, dass ich nah dran bin und in Bischofshofen noch einmal angreifen werde“, versprach der 19-jährige Tiroler, der in 4-7 auf dem dritten Platz liegt. Punkt). In Innsbruck holte der Stems-Student, unterstützt von Gregor Schlierenzauer, seinen dritten Podestplatz. „Stefan hat es heute wieder sehr gut gemacht. Ich hätte ihm ausgerechnet seinen ersten Sieg über Bergisel beschert“, sagte sein Cheftrainer Andreas Wiedhölzl.
Überfall im Wohnzimmer
Hinter Embacher wurde Horl am Bergisel Vierter: „Ich bin etwas verärgert, weil meine Sprünge mal wieder nicht perfekt waren. Wenn man gewinnen will, müssen sie einfach sitzen und das war heute nicht der Fall.“ Pongauer will seine Heimschanze in Bischofshofen noch einmal angreifen: „Das ist mein Wohnzimmer, ich will unbedingt zeigen, was ich kann.“ Ähnlich klang es bei Wiedhölzl: „Wir waren als Team in Innsbruck wieder sehr stark, aber natürlich hätte ich gerne zwei Jungs auf dem Podium gehabt. Vielleicht können wir das in Bischofshofen wettmachen.“
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