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Von der Politik zum Adel: Epstein war ein Liebhaber, Geschäftspartner und bester Freund

    Von der Politik zum Adel: Epstein war ein Liebhaber, Geschäftspartner und bester Freund

    Ein mysteriöser Ring zum sexuellen Missbrauch minderjähriger Mädchen, ein Kontaktnetzwerk, das von den höchsten Kreisen der USA bis zum europäischen Adel reicht und mögliche Verbindungen zum Kreml. Eine Woche nach der Veröffentlichung einer neuen Runde von mehr als drei Millionen Dokumenten nimmt der Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weiter zu. Erwähnungen in den Akten deuten zwar nicht auf eine Straftat hin, doch viele Prominente geraten aufgrund ihrer engen Kontakte zu Epstein inzwischen unter Rechtfertigungsdruck. Ein Überblick.

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    Bill Clinton

    Die Bekanntschaft zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten und Jeffrey Epstein reicht bis in die frühen 1990er Jahre zurück. Während Clintons Amtszeit besuchte der US-Investor 17 Mal das Weiße Haus, dieses nutzte häufig den Privatjet des heute 79-jährigen Epstein. Der frühere Präsident und seine Frau Hillary, die jegliches Fehlverhalten bestreiten, sollen nun bei einer öffentlichen Anhörung aussagen.

    Donald Trump

    In kürzlich veröffentlichten Dokumenten zu Epstein taucht der Name des aktuellen US-Präsidenten hunderte Male auf, ohne dass wesentliche neue Informationen über ihre Beziehung preisgegeben werden. Epstein und Trump waren in den 1990er-Jahren befreundet, viele Fotos zeigen sie auf Partys in Begleitung junger Frauen. Nach eigener Aussage trennte sich Trump Mitte der 2000er Jahre von Epstein und behauptete, er wisse nichts von dessen Verbrechen. Allerdings enthält eine von Epsteins E-Mails Hinweise auf Trump und „die Mädchen“.

    Howard Lutnick

    Aus den Akten geht hervor, dass US-Handelsminister Howard Lutnick nicht nur eine Geschäftsbeziehung mit Epstein unterhielt, sondern 2012 auch Little St. James mit seiner Familie besuchte. Die Insel soll das Zentrum von Epsteins Missbrauchsring sein. Nun gibt es Stimmen aus dem republikanischen Lager, die den Rücktritt Lutniks fordern.

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    Steve Bannon

    Der ehemalige Trump-Berater und Epstein haben Tausende E-Mails und Nachrichten ausgetauscht. Der Ton ist vertraut, die beiden Männer klatschen oft über die aktuelle Politik, dann folgen Witze mit sexueller Konnotation. Epstein und Bannon trafen sich oft zum Abendessen.

    Peter Mendelson

    Der britische Botschafter in den USA verlor im September seinen Job wegen seiner Beziehung zu Epstein. Mendelson, der den US-Investor einst als seinen besten Freund bezeichnete, suchte in höchst vertraulichen Angelegenheiten Epsteins Rat und versorgte ihn gleichzeitig mit internen Regierungsdokumenten. Aufgrund der Beteiligung Mandelsons kam es im engeren Kreis von Premierminister Keir Starmer nun zu zwei Rücktritten.

    Andrew Mountbatten-Windsor

    Der ehemalige britische Prinz ist einer der bekanntesten Namen in den Akten. Das verstorbene Epstein-Opfer Virginia Guiffre beschuldigte den Bruder von König Charles, sie als Minderjährige missbraucht zu haben. Der neuen Aktentranche zufolge soll Andrew Epstein 2010 zum Abendessen in den Buckingham Palace eingeladen und ihm als britischer Handelsvertreter möglicherweise auch vertrauliche Dokumente übergeben haben. Auch Andrews Ex-Frau Sarah Ferguson soll eine sehr enge und innige Beziehung zu dem 2008 verurteilten Epstein gehabt haben.

    Met-Verdienst

    Die norwegische Kronprinzessin hatte im Laufe der Jahre offenbar einen engen E-Mail-Austausch mit Epstein. Die 52-Jährige bezeichnete die Sexualstraftäterin als „Schatz“ und verbrachte 2013 vier Tage mit einer Freundin in Epsteins Haus in Palm Beach.

    Bill Gates

    Der Microsoft-Gründer war bereits in anderen Akten aufgetaucht, nun sind zwei neue E-Mails hinzugekommen, in denen Epstein sagt, er habe „Gates‘ Medikamente erhalten, um die Folgen des Sex mit russischen Mädchen zu bewältigen“.

    Elon Musk

    Zwischen 2012 und 2014 versuchte Epstein offenbar vergeblich, den Tesla-Gründer zu treffen. Musk führt hauptsächlich Terminprobleme an, aber es gibt auch eine E-Mail aus dem Jahr 2012, in der der reichste Mann der Welt heute fragte, wann die „wildeste Party“ auf Epsteins Insel stattfinden würde.

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    Richard Branson

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    Der Milliardär gab Epstein Tipps, um seinen Ruf wiederherzustellen. Im Jahr 2013 schrieb der Virgin-Gründer, dass er sich freue, Epstein zu sehen, wenn er „seinen Harem“ mitbringe.

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