Tomoya Ando (r.) feiert mit seinen Kollegen den Sieg gegen Bremen. Er muss sich bei dem Spiel verletzt haben. Foto: WITTERS
Von null auf vier: St. Paulis Ando gehört bereits zu den Besten, doch es besteht die Gefahr des Scheiterns
Am Mittwochnachmittag passten die äußeren Umstände endlich zur allgemeinen Stimmung. Während das Training beim FC St. Pauli unter eher langweiligen Bedingungen begann, schien irgendwann die Sonne vom strahlend blauen Himmel und konkurrierte mit den Gesichtern der Hauptdarsteller. Obwohl: Es gab auch einen Zwischenboden. Eines, das sich auf ein kluges Kind bezieht.
Es besteht wohl Einigkeit darüber, dass die Verpflichtung von Tomoya Ando in der Winterpause ein absoluter Glücksfall war. In sechs der neun Spiele im neuen Jahr stand der Japaner vom Anstoß bis zum Schlusspfiff auf dem Platz, überzeugte an der Seite dreier Abwehrbosse (Eric Smith, Hauke Wall, James Sands) und war sogar am Sieg gegen Stuttgart beteiligt. Gewöhnen Sie sich an einen neuen Kontinent, eine neue Nation, einen neuen Verein, neue Kollegen, eine neue Sprache? Das war er nicht. Er brauchte es auch nicht.
Kiezkicker Ando mit tollen Statistiken
Der 27-Jährige hat in diesen wenigen Wochen Sensationelles geleistet; Anders kann man es nicht beschreiben, was auch aus der Statistik hervorgeht. Hinter Amos Pieper (Werder Bremen), Luka Vuskovic (HSV) und Willy Orban aus Leipzig ist Tomoya Ando der Innenverteidiger mit der viertbesten Zweikampfbilanz der Liga! Die Nationalmannschaft hat bisher 66,27 Prozent ihrer Duelle gewonnen, ohne auf Foulspiel zurückgreifen zu müssen. Damit ist Ando einer der braun-weißen Stützen – und läuft nun Gefahr, das Hoffenheim-Spiel zu verpassen.
Ando verpasste am Mittwoch das Training von St. Pauli
Der 1,90-Meter-Mann fehlte am Mittwoch beim besagten Training, da er unter Muskelproblemen litt. Offenbar ist es nicht sicher, dass er am Donnerstag oder Freitag zurückkehren kann. Ein Scheitern wäre natürlich schade, aber nicht tragisch. Etwas überraschend kehrte Adam Dzigala, der am Montag wegen Knöchelschmerzen auf das Banktraining verzichten musste, auf das Feld zurück und schien keine Probleme mehr zu haben. Der Pole wäre eine Alternative zu Ando, während Eric Smith auch aus dem Mittelfeld zurückgerufen werden könnte.
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Zumal sich die Personaloptionen für Trainer Alexander Blessin wahrscheinlich erweitern werden, da Conor Metcalfe wieder fit für den Kader ist. Der Australier hat offenbar seine Knieprobleme überwunden, doch Landsmann und Kapitän Jackson Irvine hat sich eine Auszeit genommen, um mit dem Stress umzugehen. Zwei weitere Spieler kehrten auf das Feld zurück: Rowley St. John, der dritte Kicker aus Down Under nach einer Syndesmose-Verletzung, und Andreas Huntonji drehten ebenfalls ernsthaft ihre Runden. Der Leihspieler von Burnley FC leidet noch immer unter den Folgen einer Knöchelverletzung.
