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WAC – GAK: Michael Liendl: „Ich habe mich bei beiden Vereinen wohl gefühlt“

    WAC – GAK: Michael Liendl: „Ich habe mich bei beiden Vereinen wohl gefühlt“

    Wenn es um das Duell zwischen WAC und GAK geht, fällt Kennern sofort ein bestimmter Name ein. Michael Liendl spielte in seiner 20-jährigen Karriere für beide Vereine, nahm jedoch jeweils unterschiedliche Rollen ein. Während sich der mittlerweile 40-jährige Steirer zu einem Leistungsträger des WAC entwickelte und als Kapitän der Wolfsburger mehrere Einsätze in der Europa-League-Gruppenphase führte, insbesondere nach seiner Rückkehr in die Levante im Jahr 2018, markierte der GAK gleichzeitig den Anfang und das Ende seiner Karriere. Liendl erinnert sich an den Anfang. „Als Kind zogen wir nach Vorarlberg und ich war in der Jugend des FC Thüringen. Schließlich kam ich in die Jugendakademie des GAK und durfte dort erstmals Bundesligaluft schnuppern.“

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    Ein langsamer, aber stetiger Aufstieg

    Im Alter von 18 Jahren verließ Liendl die GAK-Jugendmannschaft und wechselte zu Kapfenberg in die Zweitliga, wo er sich nach und nach, unbemerkt von anderen Vereinen, zu einer wichtigen Stütze im Mittelfeld entwickelte. Nach drei Jahren bei der Wiener Austria wechselte Liendl 2012 schließlich zum WAC und schaffte damit erst den ersten Aufstieg in der Vereinsgeschichte. Der Mittelfeldmotor wurde bei Levant schnell zum Publikumsliebling, eine Rolle, die er während seiner Zeit beim WAC immer wieder innehatte. „Natürlich hat man zusätzlichen Druck, wenn die Fans immer das Beste von einem erwarten, aber die Emotion treibt mich auch zu Höchstleistungen an. Ich habe mich entschieden, nicht aufzufallen“, nahm Liendl die Aufgabe dankbar an.

    Stationen in Deutschland und den Niederlanden

    Nach nur anderthalb Saisons verließ Liendl Wolfsburg wieder. „Es ist der Traum eines jeden Fußballers, einem Verein im Ausland beizutreten. Es war keine Entscheidung gegen den WAC.“ Fünf Jahre später bewies er, dass er den Loventlers immer nahegestanden hatte. Nach Stationen bei Düsseldorf, 1860 München (2. Liga) und Twente Enschede kehrte Liendl nach vier weiteren erfolgreichen Spielzeiten zum WAC zurück und schloss sich seinem Jugendverein an. Er konnte kaum einen großen Unterschied zwischen den beiden heutigen Bundesliga-Gegnern erkennen. „Ich fühle mich bei beiden Vereinen sehr wohl. Natürlich war der WAC damals mit dem Erscheinen des Europapokals eine attraktivere Adresse, aber beide Vereine gaben mir ein sehr vertrautes Gefühl.“ Einen Wermutstropfen hat Liendl noch aus seiner Abschiedssaison beim GAK: „Leider haben wir das entscheidende Spiel um den Aufstieg nicht gewonnen. Am liebsten hätte ich Graz am Ende mit in die Bundesliga genommen.“ Dieser Aufstieg gelang nach zwei Spielzeiten. „Ich freue mich, dass sich der GAK nach der Neugründung wieder so stark etablieren konnte. Es ist ein Traditionsverein, der nur in die Bundesliga gehört.“

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    Und Liendl selbst? Nach seiner Karriere trainierte er die GAK-Amateure und arbeitet heute als Co-Kommentator und Moderator beim ORF, wo er seine Expertise vor allem zum ÖFB-Cup und zur 2. Liga einbringt. Mit seiner aktiven Karriere ist er grundsätzlich zufrieden, auch wenn „mehr drin gewesen wäre. Aber ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich bin mit mir im Reinen“, blickt Liendl zufrieden auf seine Karriere zurück. Für das heutige Spiel möchte er keine Prognosen abgeben, sieht aber klar den WAC als Favoriten.

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