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Wie der blaue Blitz von Herbert Kickle die Koalition sprengen soll

    Wie der blaue Blitz von Herbert Kickle die Koalition sprengen soll

    „Hoffentlich schaffen wir es rechtzeitig.“ Heutzutage ein berechtigtes Anliegen. Tausende Menschen standen eine halbe Stunde oder länger vor der Klagenfurter Messehalle Schlange, um Herbert Kickel zu sehen. Meterlange Schlangen und immer wieder strömten neue FPÖ-Fans aus den Bussen aus ganz Österreich. Während der 90-minütigen Rede dauerte das Warten auf die Toilettenpausen, insbesondere für Frauen, an. „5.000 Menschen und nur vier Toiletten“ war die einzige Kritik, die wir an diesem Morgen hörten.

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    „Wir müssen die nächste Neujahrsversammlung im Stadion abhalten“, sagte der Kärntner FPÖ-Chef Erwin Engerer, der mit der Geschichte der Messerstecherei zweier Syrer am Hauptbahnhof begann. Der eine gibt das Geld der Österreicher im Krankenhaus aus, der andere im Gefängnis. „Holt die Leute aus unserem Land“, sagt Angerer, der mit seinem Parteichef das Schicksal eines Oppositionspolitikers teilt.

    Migration ist kein Tabuwort mehr

    Der von Herbert Kickle ausgelöste blaue Tsunami fegt weiterhin unkontrolliert über das Land. Kaum jemand zweifelt daran, dass hier heute die künftige Bundeskanzlerin gesprochen hat. Auch wenn diese Worte von früheren Kanzlern Österreichs nicht verwendet wurden. Oder genau deswegen. Die Menschen sind nach und nach dem angenähert, was vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen wäre. „Bevölkerungsaustausch stoppen – Migration starten“, stand auf einem Banner. Dies folgt den Identitären, die als Rechtsextremisten eingestuft werden und diese Richtung vorgegeben haben. Nach diesem Modell würde die Staatsbürgerschaft nicht mehr vor einer Abschiebung schützen. „Ich habe kein Problem damit, das Wort auszusprechen“, weiß Kickal, was es bedeutet. Manchmal wird im Saal eine Chiffre ausgesprochen.

    Für Herbert Kickles Beitrag wurde „Enter Sandman“ von Metallica ausgewählt. Junge Mädchen schreien „Oh mein Gott“, als er näherkommt. Für Kickel, den „Vater der österreichischen Familie“, wie er hier genannt wird, ist es das fünfte neue Jahr. Bei Bier und Käsenudeln ertönen „Herbert, Herbert“-Rufe für Kickle, und die Fans applaudieren ihm bereits dafür, dass er mit einem Turbodiesel in den Süden gekommen ist.

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    „Wir geben keine Söhne und Töchter“

    Jörg Haider sollte nicht in Kärnten zurückgelassen werden. Es wird angenommen, dass der Corallam-Tunnel hier seinen Namen hat. Er war der Erste, der mit der Reinigung in der „Properz-Kabine“ begann. Kickal möchte dieses Erbe fortführen. „Es ist Zeit für blaue Blitze. Die verlorenen Ampeln müssen gesprengt werden“, sagt Radentiner. Mit 5.000 Menschen beim Neujahrstreffen als erster liberaler Kraftakt in Richtung politischer Konkurrenz. „Die ‚Wappler-Truppe‘, die zuerst die Stimme des Volkes und dann sein Geld gestohlen hat“, sagt Kickal. Es herrschen „Kriegstreiber“. „Aber wir geben unsere Töchter und Söhne nicht her“, wird der linke Liedermacher Reinhard May für ein Zitat beklatscht.

    Pathos ist universell. Sie wollen in Zeiten der Dunkelheit ein Leuchtturm des Patriotismus sein, das Land soll einen neuen Sonnenaufgang erleben. „Hört gut zu, liebe Demonstranten: Eure Zeit ist abgelaufen“, sagt Kickal, abseits seiner bekannten Themen wie Massenmigration, Klimakommunismus, Corona-Regime oder „begehrenswerter Sex“.

    Neue FPÖ-Hymne

    Die an die Atmosphäre des Volksfestes gewöhnte FPÖ wollte nicht auffallen. Trotz der Blaskapelle im Eingangsbereich. Für viele war es zu lang, andere rüsteten sich am Imbissstand. Wieder andere hätten vielleicht einen deftigeren Tritt erwartet – Stichwort Mumie in der Hofburg. Zumindest das Wort Volkskanzler reicht noch, um wieder Begeisterung in die Reihen zu bringen. Zum Abschluss spielte auch die John Otty Band dieses Stück. „Immer vorwärts FPÖ“ heißt das neue Lied. Wer ab Samstag den Radiosender „Austria First“ einschaltet, wird daran nicht vorbeikommen.

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