Der Japaner Tomoya Ando (27) vertrat zuvor Fukuoka in seinem Heimatland. Foto: WITTERS
Wie Rasmussen und Ando den FC St. Pauli besser machen sollen
Wie man so schön sagt: Aller guten Dinge sind drei. Ob dies auch für die Wintertransfers des FC St. Pauli gilt, bleibt abzuwarten. Der erste Eindruck ist positiv und vielversprechend. Die Mannschaft ist wieder verstärkt, Trainer Alexander Blessin ist verwöhnter denn je. Dabei geht es bei den Zusagen um mehr als nur die Hoffnung, dass sie kurzfristig eine entscheidende Wirkung im Kampf um den Klassenerhalt entfalten.
Winterzugang Nummer eins ist ein Phänomen. Tomoya Ando spricht kein Deutsch, kaum Englisch, kam erst auf zwei Einsätze, erntet aber viel Lob und zeigt, warum der Nachbarschaftsklub den Innenverteidiger Anfang des Jahres aus Japan holte und ihn langfristig an sich bindet. Der zweikampf- und kopfstarke Ando habe gegen Leipzig ein „Superspiel“ gemacht (1:1), lobte Abwehrchef Hauke Wahl und habe sich angesichts der herausfordernden Umstände „sehr gut eingepasst“. Dann „um so zu spielen, muss man den Hut davor ziehen.“
St. Pauli-Neuzugang Tomoya Ando machte sofort Eindruck
Der Spätstarter Ando (27, drei Länderspiele) ist sofortiger Ablöser und Nachwuchsspieler zugleich. Da der Vertrag von Innenverteidiger Karol Metz ausläuft (St. Pauli will ihn verlängern) und David Nemeth lange Zeit verletzt ist, hat sich St. Pauli mit Ando, der in der Dreierkette auf allen Positionen spielen kann, auf alle Eventualitäten vorbereitet und für die Zukunft gerüstet.
Auch Mathias Rasmussen konnte, wenn auch nur kurzzeitig, seine Qualitäten unter Beweis stellen. Bei seinem Debüt gegen Leipzig bewies der Norweger eine gute Viertelstunde lang sein Können. Der 28-Jährige (vom belgischen Erstligisten Union Saint-Giloise gekommen) spielte den Pass, der zu St. Paulis Elfmeter und dem späten Ausgleich führte.
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„Deswegen haben wir ihn geholt. Er ist fit, er hat Ballsicherheit, er bringt seinen Körper rein und hat sich auf Anhieb gut geschlagen“, lobt Blessin, der über eine erstklassige Alternative im zentralen Mittelfeld verfügt – vor allem, weil Kapitän Jackson Irvine wieder fit ist, es aber keine Garantie dafür gibt, dass ein schmerzender Knöchel nicht wieder zu Problemen führt.
Zu guter Letzt steht die Verpflichtung von Stürmer Taichi Hara (26) an. Der Japaner ist bereits in Hamburg und wird demnächst vorgestellt.
