Ärger im HSV-Stadion: Kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit kam es im Leipziger Fanblock zu Unruhen. Foto: Bild/Oliver Ruhnke
Wilde Szenen in der Auswärtsbox: Leipzig-Fans bewerfen HSV-Anhänger mit Gegenständen
Sie werden definitiv keine guten Freunde mehr sein. Aus ihrer Abneigung gegen RB Leipzig machten die HSV-Anhänger am Sonntagabend keinen Hehl – vor, während und nach der 1:2-Niederlage gegen den Brauseklub gab es zahlreiche auffällige Unmutsbekundungen. Und einmal donnerte es sogar: Kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit eskalierte die Situation rund um den Leipziger Auswärtsblock beinahe.
2.000 RB-Fans reisten nach Hamburg und wurden erwartungsgemäß mehrfach beleidigt. „Nur aus Liebe, nie aus Geld – kein Einlass für RB“, verkündeten die Ultras des HSV kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit auf meterlangen Bannern auf der Nordtribüne. Währenddessen ging schräg gegenüber von ihm die Post.
Leipziger Fans warfen aus dem Gästeblock im HSV-Stadion
Plötzlich umzingelten die Ordner den Leipziger Fanblock und es flogen weiterhin Gegenstände in Richtung der um sie herum sitzenden HSV-Fans. Darüber hinaus versuchten einige der Gästefans, über die Zäune zu klettern. Der Stadionsprecher richtete einen dringenden Appell an die RB-Fans: „Bitte bleiben Sie in Ihrem Auswärtsblock und gehen Sie nicht raus. Vielen Dank!“
WochenMOPO – neu ab Freitag und Zeitungen gibt es überall!
Diese Woche unter anderem mit diesen Themen:
- 400 Jahre Reeperbahn: Hier lebt die Altstadt
- Der Kampf um die Elbchaussee: Fahrer vs. Radfahrer
- Persönlicher Gebrauch: Millionärstochter verklagt Rentner wegen Wohnungsräumung
- Große Ergänzung zum Puzzle: Rätselspaß für jeden Tag
- 16 Seiten Sport: Der neue Sturmplan des HSV und Fanliebling Fujita offener denn je über St. Pauli
- 28 Seiten Plan 7: Das Musical „Zurück in die Zukunft“ feiert Premiere und Sean Paul vertreibt unseren Winterblues
Doch wie kam es zu der Aggression, nachdem es in der ersten Hälfte ruhig blieb? Augenzeugen berichteten, dass Leipzig-Fans Teile ihrer Choreo auf die neben ihnen sitzenden HSV-Fans warfen. Sie reagierten entsprechend irritiert.
Die Fans des HSC protestierten gegen die späte Startzeit
Auch die HSV-Fans sorgten kurz nach Spielbeginn für Aufregung. Keine zehn Sekunden waren gespielt, als zahlreiche Tennisbälle von der Nordtribüne auf das Spielfeld flogen und das Spiel für etwa zwei Minuten unterbrochen werden musste. Die Ultras protestierten gegen die unbeliebte Anstoßzeit des Spiels am Sonntagabend. Hintergrund: Heute um 19.30 Uhr war der Termin eigentlich für Vereine gedacht, die unter der Woche im Europapokal spielen und sich etwas mehr Ruhe gönnen müssen.
Sie könnten auch interessiert sein an: Sehr bittersüß: HSV-Führungsspieler verletzt sich gegen Leipzig
Die DFL ging mit Bannern auf die Bewerbung des HSV ein. „Eingeführt für EM-Teilnehmer, eingeführt für HSV – scheiß auf RB“, hieß es, ebenso wie das Fazit: „Lügner, Heuchler, Feinde des Fußballs!“ Es war das zweite Sonntagabendspiel der Hamburger in dieser Saison. Im Oktober spielte der Aufsteiger um 19:30 Uhr gegen Union Berlin (0:0). Diesmal war es eine Niederlage.
