...
Skip to content

„Wollen sie uns alle veräppeln?“ Auch das Skispringen ist vor Skandalen nicht gefeit

    „Wollen sie uns alle veräppeln?“ Auch das Skispringen ist vor Skandalen nicht gefeit

    Ein Skandal jagt den nächsten: Bei der laufenden Vierschanzentournee werden fast täglich Springer wegen Regelverstößen disqualifiziert. Bild: BILD / Bildmodus

    „Wollen sie uns alle veräppeln?“ Auch das Skispringen ist vor Skandalen nicht gefeit

    Verbotenes Wachs, Sohlen in Socken, rote Karten: Das Skispringen lässt auch nach dem WM-Skandal nicht nach. Rechts

    Sven Hanavald hatte die Nase voll. Erst die Rote Karte gegen Timmy Seitz, dann die versteckte Sohle in den Socken von Anna Odin Ström, jetzt das verbotene Wachs auf den Skiern von Pavel Vaszek. „Wollen sie uns alle veräppeln?“ sagt die Skisprung-Ikone. Fest steht: Auch zehn Monate nach dem WM-Skandal ist von einer angeblichen Manipulation der Vierschanzentournee die Rede, die ein großes Problem für den Sport darstellt.

    Hannawald zum Skisprung-Skandal: „Nur zwei Worte: respektlos und dumm“

    Besonders irritiert ist Hanawald vom Slowenen Seitz, dessen Leistung sowohl in Oberstdorf als auch in Garmisch-Partenkirchen nicht ganz gepasst hat. „Ich habe zwei Worte für: respektlos und dumm“, sagte der ehemalige Tour-Sieger gegenüber Sport1. Zajc, immer noch Weltmeister von 2023, wurde für den Rest der Tour gesperrt.

    Auch Horst Hüttel beobachtet die Entwicklung mit Sorge. „Die Dinge, die passieren, dürfen nicht passieren“, sagte der Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV) in Innsbruck. Insgesamt fällt Hüttels Urteil ausgewogener aus als das von Hannawald: „Ich denke immer noch, dass die FIS das viel besser im Griff hat als in den letzten drei Jahren.“

    Strengere Kontrolle nach der norwegischen Manipulation

    Tatsächlich sind Fälle wie der von Zajc beim Skispringen völlig normal – doch Millionen schauen sich die Tour an. Vor der Tour gab es 18 WM-Sperren, drei rote Karten und eine glanzlose Reaktion. Bei Skiern oder Anzügen geht es schon immer um Millimeter oder Zentimeter. Fast alle Sportler überschreiten naturgemäß die Grenzen des Erlaubten – auch die Deutschen. Andreas Wellinger wurde im Sommer einmal disqualifiziert.

    Auch das ist ein gutes Zeichen. Da dem norwegischen Team im März Kostümmanipulationen nachgewiesen wurden, hat der Weltverband FIS genauer hingeschaut. Fälle wie der von Ström, die erst nach der Entdeckung einer Sohle in ihrer Socke ein Beckenschiefstellungszeugnis einreichte, sorgen noch immer für Kopfschütteln. „Dann kann man sich alle möglichen Ausreden ausdenken“, sagt Hanawald.

    Forfang zum Skandal: „Ich glaube nicht, dass es ein Unfall war“

    Der Fund des verbotenen Fluorwachses im polnischen Wasek sorgte auch in Innsbruck für Aufsehen. Auch dieses Wachs verbessert die Gleitfähigkeit leicht, ist aber vor allem aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr erlaubt.

    Der polnische Skispringer Pawel Waszek wurde nach einem Sprung in Innsbruck wegen eines illegalen Fluoridwachses disqualifiziert.

    Als Ursache identifizierte das polnische Team eine Kontamination beim Hersteller, doch nicht jeder sieht das so. „Ich glaube nicht, dass es ein Unfall war“, sagte der Mixed-Weltmeister Johan Andre Forfang gegenüber der Zeitung Dagbladet. Dass er selbst nach dem WM-Skandal bestraft wurde, Vasek jedoch nicht, sei „ein weiteres Beispiel dafür, wie ungerecht die Welt ist“.

    Sie könnten auch interessiert sein an: „Wir sind überrascht“: Rätsel um die nächste Tour-Disqualifikation

    Und so wird nahezu jeder erfolgreiche Springer weiterhin kritisch hinterfragt. Auch der Führende in der Gesamtwertung, Domen Prevts, über dessen Skisprung-Verbindung kürzlich diskutiert wurde. „Ich habe es mir genau angeschaut. Er lässt es nicht offen, er schnürt es ganz locker“, sagte Kontrollchef Matthias Hafele. Also ist alles in Ordnung. Ohnehin. (sid/hmg)

    Source link

    SEE ALSO  Nicola Glumack: Kim Virginia bezahlt "90 Prozent" Aus der Nicola -Version