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Youngster Natalie Falch: „Ich war Aufmerksamkeit nicht gewohnt“

    Youngster Natalie Falch: „Ich war Aufmerksamkeit nicht gewohnt“

    Wenn die Flutlichter aufleuchten und die Sonne hinter den Pisten verschwindet, beginnt Natalie Falch so richtig zu strahlen. Das zeigte kürzlich ein Jugendlicher aus Buch in Tirol am Semmering. In einem der anspruchsvollsten Slaloms zog sie mit der Startnummer 56 ins Finale ein. In diesem belegte sie mit der viertbesten Laufzeit den elften Platz – das beste Ergebnis einer 22-Jährigen bei einem Weltcup. „Am Semmering war es für mich eine zusätzliche Motivation, dass viele Leute geschrien haben. Natürlich war ich dann etwas nervös. Zum Glück habe ich meinen Job gemacht.“

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    Das war in dieser Saison nicht immer so. „Mir fiel die Atmosphäre in Gurgaon schwer. Viele Leute haben mit mir gesprochen und ich habe viel Aufmerksamkeit bekommen. Ich war noch nicht daran gewöhnt.“ Damals erreichte sie mit einem 28. Platz ihre ersten Weltcuppunkte. Seitdem verbesserte sich die Form des Teams weiter, bevor es in Kranjska Gora eine bittere Erstrundenniederlage gab. Doch davon ließ sich der Anführer der „jungen Wilden“ im rot-weiß-roten Slalomteam nicht abhalten. Es ist Kampfzeit in Flachau – vor tausenden verrückten Fans im Rampenlicht und bei Flutlicht. „Die Atmosphäre war letztes Jahr verrückt, und ich bin damals mit Nummer 50 gestartet. Dieses Jahr wird es wahrscheinlich um die 30 noch schlimmer sein, also muss ich mich mental darauf vorbereiten.“

    Kompliment von Trainer Meyerhofer

    Der Hintergrund des prestigeträchtigen Spektakels ändert nichts am Ziel. „Ich hoffe, dass ich das Finale erreiche und mein bestes Fahrkönnen zeige. Wenn es etwas zu feiern gibt, werde ich auf jeden Fall dabei sein“, sagt der Slalom-Experte. Sie gehört neben Lisa Hörhager und Leonie Raich zu den vielversprechendsten Zukunftsträgern im ÖSV-Team. Hat sie es schon bis zur Weltmeisterschaft geschafft? „Wenn ich ja sagen würde, wäre das falsch. Ich muss immer noch kämpfen, um in die Top 30 zu kommen.“

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    Sie hat den Kampf in dieser Saison dreimal gewonnen, was Trainer Klaus Merhofer nicht verborgen geblieben ist. Er hat in den letzten Jahren mehrfach deutlich gemacht, dass der eigene Nachwuchs mehr Druck auf etablierte Sportler machen muss. „So oft waren vier Katharinas in den Top 15 und dann passierte lange Zeit nichts. Was mich jetzt am meisten freut, ist, dass wir ein paar junge Leute haben, die in der WCSL aufsteigen und beim Weltcup Punkte holen. Das ist die nächste Generation.“

    Zwischen der Prinzessin und dem Biest

    Für sie geht es im Nachtslalom nicht nur um das Siegerpreisgeld von 70.000 Euro, sondern auch um den Titel „Schneeprinzessin 2026“. Gibt es hier und da eine Prinzessin in Falch? „Ein bisschen“, lacht der Tiroler. „Ich mache gerne Make-up etc. und verkleide mich auch gerne.“ Doch sobald man die Pisten betritt, zeigt sich ein anderes Gesicht. „Wenn ich in den Rennmodus wechsle, kommt das Biest zum Vorschein.“ Dies ist auch auf den Pisten im Salzburger Wintersport erforderlich. Wenn Erfolg eine andere Bedeutung hat, werden die Olympischen Spiele plötzlich zum Diskussionsthema. „Wenn das passiert, möchte ich mit meinen Ergebnissen für mich selbst einstehen.“

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