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100-Tage-Chef: Was Krüger beim HSV verändert hat – nur ein kleiner Fehler

    100-Tage-Chef: Was Krüger beim HSV verändert hat – nur ein kleiner Fehler

    Kathleen Krueger ist seit 100 Tagen Sportdirektorin des HSV. Was treibt dich bisher an? MOPO zieht Bilanz.

    Bestenfalls folgt dem Jubiläum bald der Ministerpräsident. Am Freitag hätte Kathleen Kruger ihre ersten 100 Tage als Sportdirektorin des HSV feiern können. Noch wichtiger für sie: An diesem Samstag will sie mit dem HSV in Sinsheim erstmals ein Auswärtstor erzielen (15:30 Uhr, Liveticker auf mopo.de). Es wäre eine schöne Belohnung für ein Hinspiel als HSV-Boss, der alles hatte.

    Am 1. Juli hat der 41-Jährige offiziell seine Arbeit im Volkspark aufgenommen. Tatsächlich hatte der Nachfolger von Stefan Kunz bereits einige Wochen zuvor begonnen. Kommunikativ, ehrgeizig, offen – so präsentiert sich die ehemalige Bayern-Spielerin. Deine Begleiter sind voll des Lobes.

    Kathleen Kruger kam vom FC Bayern zum HSV

    „Schon beim ersten Telefongespräch mit Kathleen habe ich gespürt, was sie besonders macht, was sie unserem HSV und auch mir als Trainerin bringen möchte und wo sie uns besser machen kann“, sagt Trainer Merlin Polzin. „Es ist auch im täglichen Miteinander passiert, so wie ich es damals gespürt habe. Das Verhältnis ist von viel Vertrauen geprägt, wir denken in vielen Dingen gleich und dennoch haben wir bisher unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Ich hier beim Verein, sie beim FC Bayern. Davon profitiere ich auch als Trainer.“

    Schnell wurde klar, dass die Chemie zwischen Krueger und Polzin genau stimmte. Es dauerte jedoch mehrere Wochen, bis der Trainer die endgültige Zustimmung zur Vertragsverlängerung des Trainers und seiner Mannschaft erteilte. Zuvor verschaffte sie sich einen Überblick über die Arbeit des Quartetts um Polzin, Loic Favé, Richard Krohn und Max Bergmann. Die Verlängerung war jedoch nie in Gefahr. Bemerkenswert: Obwohl der HSV schlecht in die Saison startete (drei Niederlagen, 0:12 Tore), hielt Krüger klar sein Wort. Die Verträge wurden vor dem erlösenden Sieg gegen Köln (2:1) unterzeichnet.

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    Kruegers bisher wichtigste Entscheidung: Gemeinsam mit Sportdirektor Klaus Costa (Mitte) verlängerte sie die Verträge von Trainer Merlin Polzin (unten Mitte) und seinen Assistenten Richard Krohn, Loic Fave und Max Bergmann (oben links).

    Kleiner Wermutstropfen: Die Suche nach einem Trainer für die Frauen verläuft nicht wie geplant. Krueger und ihre Kollegen würden am liebsten eine Trainerin engagieren. Am Ende fiel die Wahl auf Rodolfo Cardoso, der bereits in den letzten Trainingswochen der Saisonvorbereitung eingegriffen hat. Ursprünglich war es anders geplant.

    Kruger ist als HSV-Chef viel unterwegs

    Sehr positiv: Wenn Krueger in der Öffentlichkeit auftritt, wirkt sie bestens vorbereitet und macht trotz einer für sie bisher ungewohnten Rolle einen äußerst souveränen Eindruck. Bemerkenswert auch: Der neue Chef war sehr präsent. Ob in den Trainingslagern und bei den Herren- und Damenspielen oder in professionellen Einheiten im Volkspark. Das Büro lobt ihr offenes Ohr für alle.

    Grundsätzlich sieht Kruger seine Aufgaben außerhalb des Tagesgeschäfts. Derzeit führt sie zahlreiche Gespräche, um den Verein in mehreren Bereichen strategisch weiterzuentwickeln und auf die nächste Stufe zu heben – das gilt für die Profis, die Damen und das Jugendleistungszentrum. Einige der zentralen Fragen: Wie kann der Verein künstliche Intelligenz und Datentools noch besser nutzen? Wie kann die Basis im Frauenbereich weiter ausgebaut werden? Wo kann die Infrastruktur optimiert werden? Können sich Teams aus ernährungstechnischer Sicht verbessern?

    Es gilt noch immer, was bei Krügers Amtsübernahme galt: Es gibt noch viel zu tun beim HSV. Polzin freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. „Es macht viel Spaß, unsere nächsten Schritte zu besprechen“, gibt der Trainer zu. „Ich bin auf jeden Fall sehr optimistisch, was die weitere Zusammenarbeit angeht, denn sie hat mir bisher sehr viel Spaß gemacht und ist sehr positiv für den HSV.“

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