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Kolumbien hat nach den Wahlen Schwierigkeiten, eine Regierung zu bilden

    Kolumbien hat nach den Wahlen Schwierigkeiten, eine Regierung zu bilden

    Nach den Parlaments- und Senatswahlen ist die Regierungsbildung in Kolumbien eine schwierige Aufgabe. Nach vorläufigen Ergebnissen konnten sich weder die regierende Linkskoalition noch die rechte Opposition eine Mehrheit sichern. Das „Historische Abkommen“ des scheidenden Präsidenten Gustavo Petro und das rechte „Demokratische Zentrum“ unter dem ehemaligen Präsidenten Alvaro Uribe dürften die stärksten Fraktionen in beiden Kammern des Kongresses darstellen.

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    Aus Sicht von Beobachtern wird ein zersplittertes Parteienspektrum die Regierungsführung in dem südamerikanischen Land erschweren. „Die Linke hat gezeigt, dass sie bestehen bleibt. Die Rechte ist gespalten, aber nicht schwach“, sagte Sergio Guzman, Direktor des Beratungsunternehmens Columbia Risk Analysis. Das Land steht vor einer Versammlungsphase mit einem zersplitterten Kongress.

    Auch traditionelle Parteien wie die Konservativen, die Liberalen und die Grüne Allianz gewannen Sitze. Den Daten zufolge gaben weniger als 50 Prozent der geschätzten 41,2 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

    Auswahl der Kandidaten für die Präsidentschaftswahl

    Parallel zu den Kongresswahlen wählten die Parteien am Sonntag in Vorwahlen auch ihre Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im Mai. Im rechten Lager gewann Senatorin Paloma Valencia, während auf der linken Seite der Petro-Loyalist und ehemalige Senator Roy Barreras gewann. Für die politische Mitte kandidiert die ehemalige Bürgermeisterin von Bogotá, Claudia López.

    Die USA verfolgten die Wahl mit besonderem Interesse. Ziel der Regierung in Washington ist es, nach Argentinien und Chile einen Rechtsruck in Kolumbien voranzutreiben. Im Januar bezeichnete US-Präsident Donald Trump den amtierenden linken Präsidenten Gustavo Petro als „sehr krank“ und schloss eine ähnliche Militäraktion in Venezuela nicht aus.

    Warnung vor Unregelmäßigkeiten

    Nun bleibt abzuwarten, ob die Ergebnisse der Wahlen bekannt werden. Präsident Petro, der bis August im Amt war, stellte die Software zur Auszählung der Stimmen in Frage und warnte vor möglichen Unregelmäßigkeiten. Wahlleiter Hernan Panagos bestritt dies und sagte, Parteibeobachter könnten die Ergebnisse überprüfen.

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    Rund 246.000 Soldaten und Polizisten waren im Einsatz, um die Sicherheit von mehr als 13.400 Wahllokalen zu gewährleisten. Größere Vorfälle gab es nicht, vereinzelte Versuche, Stimmen zu kaufen, wurden jedoch gemeldet.

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