Jackson Irvine ärgert sich über Gladbach, Foto: WITTERS
„Wie im Oktober!“ Irvine erließ ein strenges Urteil zu St. Pauli – und erhielt Einwände
Die 0:2-Niederlage in Mönchengladbach, da waren sich beim FC St. Pauli alle einig, es war ein Rückschritt – ergebnistechnisch nach drei aufeinanderfolgenden Spielen ohne Niederlage, laut Kapitän aber vor allem was Einstellung und Mentalität angeht: Jackson Irvine hat nach dem Spiel eine harsche Einschätzung abgegeben, sein Trainer sieht die Lage nicht so kritisch.
Kein St. Pauli-Fan möchte an den letzten Oktober erinnert werden. Dies war der Monat, in dem die Niederlagenserie von zehn Spielen mit den Pleiten drei, vier und fünf richtig Fahrt aufnahm. Obwohl die erste Niederlage des Spiels gegen Gladbach (0:4), damals die sechste in Folge, sehr knapp in den November fiel, wurden schlechte Erinnerungen wach, als Irvine nach dem Spiel sagte: „Es fühlte sich an wie im Oktober. Das war enttäuschend.“
FC St. Pauli: Jackson Irvine erinnert sich an die Pleiteserie
Was der Australier sagte: „In den vorherigen Spielen waren wir defensiv nicht perfekt, aber wir wurden in den entscheidenden Momenten nicht bestraft.“ Im Borussia-Park hingegen „hätten wir am Ende vier, fünf Gegentore kassieren können. Wir dachten, wir hätten diese Phase hinter uns. Heute kam sie zurück.“
Die Gründe, die Irvine für die Niederlage nannte, könnten auch eine Beschreibung der Leistung im ersten Spiel sein: „Mangelnde Konzentration, mangelnde Überzeugung … wir hatten heute keinen Biss. Es war wirklich, wirklich schlecht und wir müssen nächste Woche viel besser sein.“ Und noch einmal: „Wir sahen aus wie vor Monaten die kämpfende Mannschaft, das nervt mich am meisten.“
Trainer Alexander Blessin widerspricht dem Kapitän
Von einem Leistungsabfall war nichts zu spüren. Die Trainingswoche verlief gut und die Ausfälle der Stammspieler James Sands und Manolis Saliakas wurden durch zwei neue Spieler ausgeglichen. „Aber wir sahen nicht wie wir selbst aus, es war ein enttäuschender Tag.“
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Trainer Alexander Blessin wird dies wohl bestätigen, allerdings sieht der Trainer den Auftritt in Gladbach nicht so dramatisch wie sein Kapitän. „Zur Halbzeit lagen wir 0:2 zurück und es gab überhaupt keine Phase, in der ich das Gefühl hatte, wir hätten Zugriff“, erinnerte sich Blessin an das erste Spiel. Am Freitagabend war „überhaupt nicht“ der Fall. Stattdessen sah der Trainer ein „klares Unentschieden“, „was die Chancen und das Spiel insgesamt betrifft“. Aus Sicht von St. Pauli bleibt nur zu hoffen, dass der Trainer mit seiner ruhigen Herangehensweise recht hat. Sollte sich Irvines Eindruck jedoch in den folgenden Spielen bestätigen, dürfte es sich um einen Durchbruch im Abstiegskampf handeln.
