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„You Need a Miracle“: Ein bitteres Ende für Dassendorfs Aufstiegsambitionen

    „You Need a Miracle“: Ein bitteres Ende für Dassendorfs Aufstiegsambitionen

    Das Spitzenspiel zwischen Dassendorf und dem ETSV war hart. Foto: IMAGO/Niklas Heiden

    „You Need a Miracle“: Ein bitteres Ende für Dassendorfs Aufstiegsambitionen

    Das Spitzenspiel wäre ein guter Zeitpunkt für eine Aufholjagd gewesen, doch am Ende wurde die TuS Dassendorf enttäuscht: Die Mannschaft verlor mit 0:1 gegen den Nachbarn ETSV – ein herber Rückschlag für die neu formulierten Aufstiegsambitionen.

    Die Wichtigkeit des Spiels wurde bereits am Eingang deutlich. Minuten nach dem Anpfiff standen weiterhin zahlreiche Fans vor den Toren Schlange, um sich mit Tickets einzudecken. Die Werbetafel war überall mit Fans aufgereiht. Einige fanden nicht einmal einen Platz am Spielfeldrand und versammelten sich einfach auf der Wand hinter den Trainerbänken. Beste Aussicht, aber leider verboten, wie der Stadionsprecher anmerkte. Sogar Bier wurde zeitweise knapp, doch die Freiwillige Feuerwehr half aus und eröffnete einen Extrastand. Am Ende versammelten sich 973 Zuschauer am Wendelweg.

    Oberliga Hamburg: TuS Dassendorf unterliegt dem ETSV

    Allerdings war die fußballerische Qualität, die den Zuschauern am Wendelweg geboten wurde, in der ersten Runde vor allem auf Seiten der TuS überschaubar, obwohl sie den Sieg so sehr brauchten: Der Verein meldete sich erstmals für die Regionalliga an, muss aber in drei Spielen weniger zehn Punkte im ETV sammeln, um eine Chance auf den Aufstieg zu haben. Allerdings wirkte der ETSV zu Beginn kombinationssicherer und zielstrebiger und schaffte es schließlich, seine Überlegenheit nach einer vergebenen Chance von Dominik Akyol in Führung zu verwandeln (22.): Nick Selutin spielte einen langen Pass aus der Mitte, ließ Natanael Kukanda alt aussehen und schloss kühl ins lange Eck ab (26.). „Das kannst du auf jeden Fall“, sagte Selutin grinsend.

    Matchwinner Nick Selutin feiert das Tor des Tages.

    Dass Selutin noch auf dem Feld stand, war seltsam: Der Stürmer hatte dem Verein mitgeteilt, dass er aufgrund eines Jobangebots aus seiner Heimat nicht mehr dort sein würde. Am Donnerstag kam dann das ebenso unerwartete wie erfolgreiche Comeback. „Er ist immer für eine Überraschung gut und geradezu verrückt“, erklärte Eisenbahn-Trainer Jan-Philippe Rose mit einem Lächeln nach dem Schlusspfiff. „Er rief mich am Samstag an und sagte: ‚Ich komme. Ich liebe dieses Team. Sie sind meine Brüder.‘ Kurz vor der Pause hätte Selutin treffen können, doch eine starke Vorlage von Erolind Krasnichy ging über das Tor (41.).

    Dassendorf hingegen, das auf die Stürmerstars Max Kroos und Martin Harnik verzichten musste, hatte zwar früh die beste Chance zur Führung, wurde von Maximilian Dietrich aber verfehlt, konnte danach aber nicht mehr viel Offensivarbeit leisten, was auch an einer hohen Fehlerquote im Spielaufbau lag. „Wir wollten Druck machen. Das ist uns gelungen“, sagte Gästetrainer Jan-Philippe Rose. Okan Kurt zielte erneut mit einem Distanzschuss auf das Tor, zielte aber zu hoch (34.).

    Die Phase unmittelbar nach Wiederanpfiff war auch die beste Chance der Hausherren und damit die beste Chance des Spiels – und was für eine: Nach toller Vorarbeit von Johann von Knebel setzte Dietrich den Ball aus kürzester Distanz an die Latte, von dort rollte der Ball in den Rücken von Torwart Tom Müller, hoch zum Pfosten und schließlich in die Hände des Keepers (57.).

    Yozden Kočadal trotz Niederlage stolz: „Ich habe gekämpft und alles gegeben“

    Dadurch entwickelte sich ein wahres Kampfspiel, in dem offensive Momente selten waren. Dassendorf bewarb sich, scheiterte aber letztlich an der zündenden Idee. Allerdings war Trainer Yozden Kocadal nach dem Schlusspfiff stolz auf seine Mannschaft: „Die Jungs haben gekämpft und ihr Bestes gegeben, aber leider haben sie in den entscheidenden Dingen versagt, die ein Spiel wie dieses ausmachen – es ist ein Ergebnissport.“ Allerdings konnte Kokadal den Schmerz der Niederlage sehen: „Es ist einfach schade, dass wir dieses Spiel verloren haben. Natürlich sind wir enttäuscht.“ Bahn-Trainer Rose hingegen zeigte sich erfreut: „Es war von der ersten Minute an eine sehr, sehr gute, konzentrierte und reife Leistung.“

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    In der Tabelle beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter ETV nun zehn Punkte, wobei Dassendorf noch zwei Spiele aufzuholen hat. „Jeder kann die Tabelle lesen. Es wäre völlig falsch, jetzt große Parolen rauszuhauen“, sagte Kokadal, fügte aber kämpferisch hinzu: „Es sind noch neun Spiele übrig. Wir werden sie bestreiten, so gut wir können. Wir wollen nicht nur, dass es scheitert. Das darf auf keinen Fall passieren.“ Doch Kokadal weiß die Ausgangslage zu verstehen: „Wir müssen auf ein Wunder hoffen.“

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