Der Grund für den ganzen Ärger: Kurz nachdem er offenbar von den Bremern beleidigt wurde, gerät HSV-Profi Jordan Torunarigha (r.) außer sich vor Wut. Foto: Bild/Nordphoto
Was Sie nicht im Fernsehen gesehen haben: HSV-Star nach Schlusspfiff wütend – Kabinenstress
Er war überhaupt nicht zu stoppen, obwohl das Derby schon 20 Minuten vorbei war. Lange nach dem Schlusspfiff eines aus Hamburger Sicht so bitteren Spiels stürmte Jordan Torunarigha plötzlich aus der HSV-Kabinenkabine durch die Katakomben des Weserstadions zurück auf den Platz und wartete auf den Pass eines Bremer Spielers. Selbst Mitspieler und Pressesprecher des HSV konnten den wütenden Verteidiger zunächst nicht stoppen. Was genau war passiert?
Ausgangspunkt für die Wut des HSV-Profis waren die Szenen nach Werders 3:1-Tor (90.+1). Während der hitzigen Rangeleien vor der HSV-Bank, die in drei roten Karten für HSV-Assistent Loic Fave, den Hamburger Physio Tim Roussis und den Bremer Co-Trainer Jan Hoepner mündeten, fiel mindestens ein Satz, der Torunarigha völlig verärgerte. Er war bereits außer sich vor Wut. Emotionen, die nach dem Schlusspfiff aus ihm hervorbrechen. Anscheinend hatte Torunarigha noch eine Rechnung offen.
HSV-Profi Torunarigha musste sich nach dem Schlusspfiff begnügen
Zunächst stellte sich der 28-Jährige am Ausgang des Spielertunnels auf und wartete auf einen Bremer. Zu diesem Zeitpunkt feierten Werder-Profis und -Mitarbeiter noch mit ihren Fans. Nach einiger Zeit des Wartens lief Torunarigha zusammen mit HSV-Sportdirektor Klaus Costa in Richtung Werder-Umkleidekabine. Dann sollte die Angelegenheit dort geklärt werden.
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Danach blieb es ein Rätsel, welche Worte den Verteidiger so verärgert hatten. „Ich weiß nicht genau, welche Worte Jordan gesprochen hat“, sagte HSV-Trainer Merlin Polzin. „Sie können es sich wahrscheinlich vorstellen, denn er ist normalerweise ein ruhiger Charakter. Es war sicherlich etwas, was ihm nicht so viel Spaß gemacht hat.“
HSV-Profi Remberg unterstützt seinen Kollegen Torunarigha
Mittelfeldspieler Nikolaj Remberg fügte hinzu: „Die Art und Weise, wie Jordan reagierte, war etwas, das nicht richtig war. Das Hin und Her der Emotionen – das gefiel ihm überhaupt nicht. Auf dem Spielfeld, während des Spiels in der Situation und sogar danach.“
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Das letzte Mal, dass Torunarigha so wütend gesehen wurde, war vor mehr als sechs Jahren. Im Februar 2020 wurde er, noch im Trikot von Hertha BSC, während des Berliner Pokalspiels gegen Schalke rassistisch beleidigt.
