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Neuer HSV-Boss Krüger: Auch Superstar Sane spürte ihren Zorn

    Neuer HSV-Boss Krüger: Auch Superstar Sane spürte ihren Zorn

    Die neue Heimat des HSV: Als Teammanagerin des FC Bayern war Kathleen Krüger bereits zuvor im Volkspark zu Gast. Foto: WITTERS

    Neuer HSV-Boss Krüger: Auch Superstar Sane spürte ihren Zorn

    Beim HSV wurden in den letzten Monaten viele Namen über die Nachfolge von Stefan Kunz gehandelt – die Wahl des Aufsichtsrats war letztlich nur eine kleine Sensation. Kathleen Kruger wird bald ihr Büro im Volkspark beziehen und neue Sportdirektorin werden. Auch die Menschen in ihrer Heimatstadt München und beim FC Bayern sind überrascht und erfreut.

    Merlin Polzin ließ sich nicht hineinziehen; Schließlich war er vorbereitet und wusste, was auf ihn zukam. Es dauerte nur fünf Minuten, nachdem der Trainer die Informationen auf der Pressekonferenz vor dem Spiel in Frankfurt bekannt gegeben hatte, als das Thema Krüger bereits zur Sprache kam. „Ich wusste, dass die Frage kommen würde“, sagte Polzin damals und grinste, bat aber um Verständnis, dass „ich mich zu diesen Themen jetzt einfach nicht äußern möchte, weil das nicht meine Aufgabe ist.“ So kurz wie eine kluge Antwort. Für Polzin und seine Profis zählt am Samstag in Frankfurt der sportliche Aspekt. Andere kümmern sich um den Rest.

    Seit Anfang des Jahres suchen die HSV-Berater nach einem Kunz-Nachfolger

    Diesbezüglich sind die Räte in Bewegung. Ihre Entscheidung ist gefallen: Krüger soll künftig den HSV übernehmen und das von Kunz angeführte Feld bis Ende 2025 anführen, bevor sich die Wege beider Mannschaften aufgrund unüberbrückbarer Differenzen trennen. Als sich am Mittwochabend die Nachricht von Kruger immer weiter verbreitete, sorgte dies schnell für Aufruhr in der Bundesliga-Szene. Tatsächlich überraschten die HSV-Kontrolleure alle mit ihrer Entscheidung, mit der in der Branche kaum jemand gerechnet hatte.


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    Doch was erwartet den HSV nun? Welche Expertise bringt Kruger mit? Oder wie es seit Mittwochabend oft in den sozialen Medien hieß: Kannst du? Und dann gleich beim HSV?

    Weltmeister Thomas Müller bewundert Kruger

    Wer sich beim FC Bayern umhört, stößt auf viel Wohlwollen und lobende Worte, vor allem im Hinblick auf das Organisationstalent und die Akribie, mit der die ehemalige Fußballerin ihren Job erledigt. Nachdem sie 2009 als Assistentin des damaligen Sportdirektors Christian Nerlinger angefangen hatte, arbeitete sie sich Schritt für Schritt nach oben. Seit 2012 ist sie Teammanagerin und gilt laut ihren Weggefährten als Vorreiterin in diesem Bereich. „Sie ist diejenige, die die Mannschaft zusammenhält“, sagte Weltmeister Thomas Müller einmal gegenüber Sport-Bild. „Egal was das Problem ist, wir können zu ihr kommen.“ Ob Pep Guardiola, Hansi Flick oder zuletzt Vincent Kompany, fast alle Bayern-Trainer verehrten Krüger.

    Der nächste Karrieresprung folgte vor knapp zwei Jahren mit der Leitung der Abteilung Organisation und Infrastruktur. Schon damals soll sie eine Karriere in der Sporthaftpflichtversicherung ins Visier genommen haben. Eine Chance, die ihr die Bayern nicht bieten wollten, die sie jetzt aber beim HSV hat.

    Der frühere Bayern-Boss Nerlinger traute Krüger die Übernahme der HSV-Rolle zu

    Auch Nerlinger hat die Diskussionen der letzten Tage verfolgt und hat eine klare Meinung. „Kathleen ist jemand, auf den man sich zu 100 Prozent verlassen kann“, sagte der ehemalige Bayern-Boss im Interview mit transfermarkt.de. „Sie war stets äußerst fleißig, zuverlässig und zielorientiert. Außerdem wollte sie die Prozesse ständig optimieren, um dem Team die bestmöglichen Bedingungen zu bieten. Wir hatten eine sehr professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ Und weiter: „Kathleen hat sich in den letzten Jahren noch weiter entwickelt und immer mehr Verantwortung übernommen. Ich habe absolutes Vertrauen in sie, den HSV zu führen und wünsche ihr nur das Beste.“

    Kathleen Kruger und Leroy Sane gerieten einst beim FC Bayern aneinander.

    Wer Zweifel hat, ob der 40-Jährige das nötige Selbstvertrauen im teils sehr rauen Bundesliga-Geschäft hat, kann das bei Leroy Sané befragen. Der Nationalspieler und ehemalige Bayern-Star kann ein Lied davon singen, was passiert, wenn Kruger zu beschäftigt ist. Im Februar 2023 verpasste Sane nur knapp die Abfahrt des Mannschaftsbusses zum Flughafen, von wo aus die Münchner zum Auswärtsspiel in Mönchengladbach abreisen wollten. Es war Kruger, der den Befehl zum Aufbruch gab; Ihre Botschaft war Augenzeugen zufolge recht scharf formuliert, getreu dem Motto: Genug, ich habe die Faxe genommen – los!

    Kruger führte beim FC Bayern klare Regeln ein

    Es heißt auch, dass die Familien der Bayern-Stars im Laufe der Jahre gemerkt haben, dass Krüger sich mit nichts zufrieden gibt und bei Bedarf einen deutlich hörbaren Ton anschlägt. Als Spieler sie immer wieder kontaktierten, um sich nach Tickets für Heimspiele zu erkundigen, soll Kruger an einer Stelle klargestellt haben, dass die Spieler sich selbst an sie wenden sollten und dass sie solche Anfragen nicht mehr über Dritte abwickeln würde. Klartext von der Marke Krüger.

    In Hamburg wird der neue HSV-Vorstand, der in einem Münchner Vorort geboren und aufgewachsen ist, mit Problemen dieser Art nichts mehr zu tun haben. Neben der strategischen Weiterentwicklung des Vereins sollte es vor allem darum gehen, mit der Jugend zu arbeiten und sie wirtschaftlich auf eine stärkere Basis zu stellen. Ein Bereich, in dem der HSV großes Entwicklungspotenzial hat.

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    Das neue Vorstandsmitglied wird die Strategie für kommende Transfers festlegen, Sportdirektor Klaus Costa und Scoutingchef Sebastian Dierscherl bleiben jedoch an der Spitze. Dass es sich bei Kruger nicht um einen klassischen Experten und Transfermacher wie die ebenfalls gehandelten Sebastian Kell oder Stephan Reuter handelt, kann als klares Zeichen dafür gewertet werden, wie sehr der HSV Costa in diesem Bereich vertraut. Auch ohne Vorstandsposten, für den der 41-Jährige inzwischen auch gehandelt wurde.

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